Texte und Aussprüche

 

Texte, Aussprüche und Einsichten des Realisierten

Diese Seite enthält essentielle Aussprüche von Erwachten und Selbst-Realisierten, die zur weiteren Auflösung von Illusionen und Identifikationen führen und tiefe Einsichten in dein wahres Wesen vermitteln können.

Diese Texte und Aussprüche sind nur für den jeweiligen Augenblick bestimmt, ganz im Sinn der Worte Nisargadatta Maharajs: «Du erfährst die Wirkung der Worte und lässt sie dann gehen», und: «Worte sind wie Fingerzeige (engl. pointers); sie zeigen uns die Richtung, aber sie werden nicht mit uns gehen.»

Du kannst z.B. einfach herunter scrollen und bei einem Text, der dir gerade ins Auge fällt, innezuhalten und seine Wirkung sich in dir entfalten lassen. Oder springe direkt zu einem Thema, das dich interessiert, indem du auf einen dieser Links klickst:

Aufruf zur Realisierung
«Die Realität ist …»
Verlernen ist wahres «Lernen»
«Stirb, bevor du stirbst …»
Selbstliebe und das Herz
Der natürliche «Zustand»
Tod und Sterben

Aufruf zur Realisierung

Die «höchste» Berufung eines Menschen besteht darin, nach Selbst–Realisierung zu streben. Alle anderen Verpflichtungen sind zweitrangig.

Es ist das Selbst, das Sich zu Sich Selber ruft, und es ist nichts anderes als das Selbst, das Sich Selbst realisiert.

Ānandamayi Ma

Deine eigene Selbst–Realisierung ist der größte Dienst, den du der Welt erweisen kannst.

Der Zustand, den wir Realisierung nennen, ist einfach das eigene Selbst zu sein und dabei nichts zu wissen oder irgendetwas zu werden.
Wenn man realisiert ist, ist man das, was allein ist und immer war. Man kann diesen Zustand nicht beschreiben, sondern nur DAS sein.
Natürlich sprechen wir mangels eines besseren Begriffs grob von Selbst–Realisierung.

Es ist falsch von Realisierung zu sprechen. Was gibt es zu realisieren? Das Reale Ist, wie Es immer Ist. Wir erschaffen nichts Neues oder erreichen etwas, was wir vorher nicht hatten.
Die Illustration in Büchern ist diese: Wir graben einen Brunnen und bauen eine riesige Grube. Der Platz in der Grube oder im Brunnen wurde nicht von uns erschaffen. Wir haben nur die Erde entfernt, die dort den Raum ausfüllte. Der Raum war vorher da und ist jetzt auch da. Genauso müssen wir alle uralten Samskaras [Konditionierungen und Tendenzen], die in uns sind, einfach hinauswerfen. Wenn sie alle aufgegeben wurden, wird das Selbst von selbst erstrahlen.

Ich bin nicht der vergängliche Körper, sondern das ewige Selbst.

Du und ich sind ein und dasselbe. Was ich getan habe, ist mit Sicherheit für alle möglich. Du bist jetzt das Selbst und kannst niemals etwas anderes sein. Wirf deine Sorgen in den Wind; wende dich nach innen und finde Frieden.

Es gibt kein größeres Mysterium als dieses: dass wir ständig nach der Realität suchen, obwohl wir tatsächlich die Realität sind!
Wir denken, dass es etwas gibt, das die Realität versteckt und dass dies zerstört werden muss, bevor die Realität erlangt wird. Wie lächerlich!
Es wird der Tag kommen, an dem du über all deine vergangenen Bemühungen lachen wirst. Dieser Tag, an dem du lachen wirst, ist ebenso hier und jetzt!

Ramana Maharshi

Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

Der Suchende soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. Und wenn er findet, wird er in Erschütterung geraten; und wenn er erschüttert ist, wird er in Verwunderung geraten; und er wird über das All herrschen.

Jesus Christus

Es gibt zwei Fehler, die man auf dem Weg zur Wahrheit machen kann: nicht bis ans Ende zu gehen und nicht aufzubrechen.

Alles, was es braucht, ist schon im menschlichen Bewusstsein vorhanden. Der Mensch muss nicht erst in den Himmel schauen, sondern in sich selbst!

Frei nach dem Buddha

Was wir suchen, ist das, was sucht.

St. Franziskus von Assisi

Äonen klopfte ich an Gottes Pforte
Und als sie sich endlich öffnete,
Bemerkte ich,
Dass ich von innen klopfte!

In deiner Wesensmitte
Liegt die Antwort:
Du weißt, wer du bist,
Und du weißt, was du willst.

Der «Weg der Liebe»
Ist kein spitzfindiges Argument.
Die Tür dorthin ist der Ruin.
Vögel ziehen große Himmelskreise
Ihrer Freiheit.
Wie lernten sie es?
Sie fallen . . .
Und im Fallen wachsen ihnen Flügel.

Lass dich schweigend
Vom sonderbaren Sog dessen,
Was du wirklich liebst, anziehen.
Er wird dich nicht irreführen.

Dschalaluddin Rumi

«Die Realität ist …»

Realität ist eine Illusion, wenngleich eine sehr hartnäckige.

(Der Mensch) erlebt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als etwas von allem «Anderen» Getrenntes—eine Art optische Täuschung seines Bewusstseins.

Albert Einstein

Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir «Realität» getauft haben, eine noch größere Illusion als die Welt der Träume ist.

Salvador Dali

Die Welt ist unwirklich. Brahman allein ist wirklich. Die Welt ist Brahman.

Shankara (sanskr. Brahman = das Absolute, Realität, DAS)

Die Welt ist keine Illusion, insofern sie ein Ausdruck des unmanifesten Absoluten ist. Was in der Tat illusorisch ist, ist deine irrtümliche Identität als ein unabhängiges Wesen.

Die Manifestation ist wie ein Film.
Bewusstsein hat das Drehbuch geschrieben,
Bewusstsein hat den Film produziert,
Bewusstsein hat Regie geführt,
Bewusstsein hat alle Rollen gespielt
Und Bewusstsein schaut sich den Film
Durch Milliarden von Körper–mind–Organismen an.

Du meinst, dass du den Film ansiehst.
Könntest du den Film ansehen,
Wenn Bewusstsein nicht der Fall wäre?

Alles, was ist, ist Bewusstsein.

Ramesh Balsekar

Der ganze Film ist bereits im Kasten.

Alexander Trampitsch

Nichts Reales kann bedroht werden. Nichts Unwirkliches existiert.

Ein Kurs in Wundern

Parabrahman ist frei von Eigenschaften und jenseits von Bewusstsein.

Die Realität liegt jenseits vom Subjektiven und Objektiven, jenseits aller Ebenen, jenseits jeglicher Unterscheidung. Definitiv ist sie nicht ihr Ursprung, ihre Quelle oder Wurzel. Diese kommen aufgrund von Ignoranz gegenüber der Realität, nicht von der Realität selbst, die unbeschreiblich ist, jenseits von Sein und Nicht–Sein.

Die letztendliche Antwort lautet: nichts ist. Alles ist eine augenblickliche Erscheinung im Feld des universellen Bewusstseins. Die Kontinuität als Name und Form ist nur ein mentales Konstrukt, das leicht zu durchschauen ist.

Nisargadatta Maharaj (sanskr. Parabrahman = das alles transzendierende Absolute, Realität, DAS)

Das, was sich wahrnehmen lässt, ist nicht das zeitlose Tao.
Das, was sich benennen lässt, ist nicht das namenlose Eine.
Die Quelle des Himmels und der Erde ist form– und substanzlos.
Benennen kreiert die zehntausend [unzähligen] Dinge.
Wenn keine Sehnsucht (Verlangen, Begierde) vorhanden ist, wird das Mysterium offenbar.
Wenn Sehnsucht auftaucht, nimmt die Schöpfung ihren Lauf.
Das Mysterium und die Schöpfung entspringen derselben Quelle.
Die Quelle ist Leere (engl. void).
Leere innerhalb von Leere—
Das Reich des Tao.

Vermeide es, das Tao als außergewöhnlich,
Erhaben oder transzendental zu betrachten.
Als das Tao ist es jenseits von alledem.
Es ist einfach die direkte, allem zugrundeliegende
Und vollkommene Wahrheit.

Frei nach Lao–tse (chin. Tao bzw. Dao = Realität, das Absolute, DAS)

Das «grenzenlose Potential» dieser unmanifesten «Urkraft» bringt sich scheinbar spontan und explosionsartig als alle möglichen Lebensformen und Erfahrungen zum Ausdruck.

Da ist nur DAS, das unablässig als «alles» erscheint.

DAS liegt jenseits von Worten, jenseits von Beschreibungen – einfach DAS WAS IST.

Elias

Verlernen ist wirkliches «Lernen»

Die Wahrheit ist sehr einfach, verkompliziere sie nicht.

Papaji

Versuche nicht zu verstehen! Es genügt, wenn du nicht missverstehst.

Nisargadatta Maharaj

Letztendlich muss alles Gelernte wieder vergessen werden.

Ramana Maharshi

Mit den Gedanken erscheinen alle Dinge;
Mit den Gedanken verschwinden alle Dinge.

Nicht–Wissen ist das Intimste.

Huang–po

Da ist ein großer Raum, in dem dieser Moment stattfindet. Da ist eine große Stille, die den Gedanken lauscht.

Wenn du etwas wissen möchtest, geh woanders hin. Wenn du alles «ent–wissen» möchtest, dann setz dich und lausche.

Beginne mit: «Ich weiß es nicht.» Warum nicht einfach dort beginnen, worauf es letztendlich sowieso hinauslaufen wird?

Adyashanti

Derjenige, der weiß, spricht nicht;
Derjenige, der spricht, weiß nicht.

Zu wissen, dass du nicht weißt, ist Klarheit;
Zu denken, dass du weißt, ist Krankheit.
Wenn du es satt hast krank zu sein,
Gelangst du zur Klarheit.

Frei nach Lao–tse

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Sokrates

Wann immer du glaubst etwas zu wissen, erfährst du Armut.

Ich lebe auf eine Weise, dass ich nichts mehr wissen muss; nie mehr.

Wenn du dich ins Unbekannte verliebst, bist du frei.

Byron Katie

«Stirb, bevor du stirbst …»

Stirb, bevor du stirbst, und sei ganz und gar tot. Dann tu, was auch immer du willst; alles ist gut.

Wu–men

Alles, was von der Geburt kommt, löst sich in der Befreiung auf.

Jen Smith

Realisierung ist nicht der Erwerb von etwas Neuem, noch ist es ein neuer Wissensstand. Es ist einfach das Entfernen aller Tarnung.

Ramana Maharshi

Mach hierbei keinen Denkfehler: Erleuchtung ist ein destruktiver Prozess. Es hat nichts damit zu tun, besser oder glücklicher zu werden. Erleuchtung ist das Niederreißen von Unwahrheit. Es ist das Durchschauen der Fassade von Vorstellung, durch das Vorgestellte hindurch. Es ist die völlige Ausmerzung von allem, was wir uns als wahr vorgestellt haben.

Adyashanti

Wer denkt in Begriffen von Transformation und Selbstverbesserung und möchte von einem Zustand in einen anderen wechseln? Es ist nichts anderes als eine Erscheinung im Bewusstsein, eine Rolle im Film, ein Individuum in einem Traum—eine geträumte Schein–Wesenheit, die sich selbst im Wirken von Karma für das Subjekt hält. Wie könnte sich solch eine geträumte Persönlichkeit selbst in irgendetwas anderes als sein geträumtes Selbst «vervollkommnen»? Wie könnte sich ein Schatten in die Substanz «vervollkommnen»? Wie könnte es irgendein «Erwachen» aus dem Traum geben, es sei denn, dass der Träumer die wahre Identität der Quelle des Traums, der Manifestation, erkennt?

Gib die Suche auf und lass das unpersönliche Bewusstsein übernehmen, und es wird dich in das Mysterium seiner eigenen Quelle aufnehmen, dem reinen «ICH», der essentiellen Subjektivität—das namenlose, formlose, grenzenlose, zeitlose, raumlose, nicht wahrnehmbare EINE—ohne Zweites.

Wenn du nichts von der Welt forderst, noch von Gott, wenn du nichts willst, nichts suchst und nichts erwartest, dann wird der «höchste Zustand» uneingeladen und unerwartet zu dir kommen.

Das Absolute kann nur durch absolute Hingabe «erreicht» werden. Sei nicht halbherzig.

Nisargadatta Maharaj

Liefer dich restlos an den Grund der Erscheinungen aus. Dann wird die Realität allein übrig bleiben.

Es genügt, dass man sich ausliefert. Sich auszuliefern heißt, sich dem Urgrund seines Wesens zu übergeben.
(…) Die Quelle ist in dir selbst—übergib dich ihr. Das bedeutet, dass du die Quelle aufsuchen und mit ihr eins werden sollst.

Sich auszuliefern heißt, mit der Quelle des «Ichs» eins zu werden.

Indem du deine Aufmerksamkeit ständig auf die Quelle gerichtet hältst, löst das «Ich» sich in der Quelle wie eine Salzpuppe im Meer auf.

Ramana Maharshi

Wenn du im Licht des Tages stehen möchtest,
Verbrenne die Nacht der Ich–Existenz.
Löse dich in das Sein,
Das alles ist, auf.

Dschalaluddin Rumi

Hoffnung ist für Narren. Träume sind für Idioten. Lass deine Hoffnungen los. Zerstöre deine Träume. Lebe im Abgrund des Nicht–Wissens. Das wird all deinem Wissen ein rasches Ende bescheren—all den Dingen, denen du einen besonderen Stellenwert beigemessen hast.
Jetzt, wo das Absolute durch deine Stadt reitet, verkündet es: «Ich bringe ein Schwert. Ich bin nicht hier, um dir beim Schlafen zu helfen. Ich bin hier, um dir beim Sterben zu helfen. Und siehe da, du bist bereits tot. Das ist Nirvana

Ramaji in «1000» (sanskr. Nirvana = verwehen, verlöschen; «Nichts», nichts «Dingliches»; Realität, das Absolute)

«Töte» alles, was du töten kannst, und sei DAS, was immer bleibt, was sich selbst nicht töten kann. Das ist neti, neti, neti, neti, neti. Das ist eigentlich immer Kāli: Chop, chop, chop, chop—chop until you drop!

Karl Renz (sanskr. neti neti = nicht dies, nicht das; engl. chop = hacken, zerkleinern; engl. chop until you drop = hacken, bis du umfällst)

Erleuchtung ist Enttäuschung … solange, bis nichts mehr enttäuscht werden kann.

Und geht tiefer und tiefer … findet sich immer wieder was, was nicht gestorben werden will.

Gunnar Gressl

10.000 mal kannst du sterben … bis du dich absolut deppat (bekloppt, bescheuert, närrisch) lieben kannst!

Alexander Trampitsch

Selbstliebe und das Herz

Alle Liebe dieser Welt ist auf Eigenliebe gebaut.

Meister Eckhart

Jegliche Liebe muss mit der Liebe zu sich selbst beginnen.

Sri Bhagavan

1. Liebe und akzeptiere dich so, wie du bist.
2. Liebe und akzeptiere «andere.»

Akzeptiere, umarme und liebe dich und mache dich dir ganz zu Eigen. Es lohnt sich absolut.

Elias

Die größte Umarmung der Liebe, die du jemals machen wirst ist, dich selbst völlig zu umarmen (anzunehmen). Dann erkennst du, dass du gerade das ganze Universum umarmt hast, und alles und jeden darin.

Adyashanti

Wenn du den Mond willst,
Verstecke dich nicht vor der Nacht.
Wenn du eine Rose willst,
Verstecke dich nicht vor den Dornen.
Wenn du Liebe willst,
Verstecke dich nicht vor dir selbst.

Dieses menschliche Dasein ist ein Gästehaus.
Jeden Morgen ein neuer Gast.

Freude, Depression und Niedergeschlagenheit—
Auch ein kurzer Moment von Bewusstheit
Kommt unverhofft als Besucher.

Begrüße und bewirte sie alle!
Selbst wenn es eine Schar von Sorgen ist,
Die dein Haus gewaltsam
Seiner Möbel entledigt,
Behandle auch dann jeden Gast ehrenvoll.
Vielleicht reinigt er dich ja gerade
Für neue Wonnen.

Der finstere Gedanke, die Scham und die Bosheit—
Begegne ihnen lachend an der Tür
Und lass sie herein.

Sei dankbar für jeden, der kommt,
Denn sie alle sind zu deinem Geleit
Aus einer anderen Welt geschickt worden.

Die Schmerzen, die du fühlst, sind Abgesandte.
Schenke ihnen Gehör.

Dschalaluddin Rumi

Das Leben hat eine Weise, die Wunde aufzudecken.
Das soll weder verletzend noch unfreundlich sein,
sondern ist für unsere eigene Heilung da.
Was könnte liebevoller sein.

Prudence Prajna

Trachte nicht nach Glück. Wenn du danach suchst, wirst du es nie finden, weil Suchen das Gegenteil von Glücklichsein ist. Glück ist schwer zu finden, aber Freiheit vom Unglücklichsein kannst du sofort «erreichen», wenn du dich «dem was ist» zuwendest – anstatt Geschichten darüber zu erfinden.
Das Unglücklichsein verdeckt deinen natürlichen «Zustand» von Wohlbefinden und innerem Frieden, die Quellen wahren Glücks.

Eckhart Tolle

Wahres Glück hat keine Ursache. Und das kann nicht aufgrund mangelnder Sinnesreize verschwinden. Es ist nicht das Gegenteil von Kummer; es schließt allen Kummer und alles Leiden mit ein.

Nisargadatta Maharaj

Die Bereitschaft, auch nur für einen Augenblick ganz zu leiden, ohne den Versuch zu entkommen oder sicher zu sein, bedeutet, dass Leiden kein Hindernis mehr für die letztendliche Hingabe an das Mysterium der Existenz darstellt.

Gangaji

Liebe ist das Einzige, was bleibt, wenn alles andere geht. Schon allein deshalb, weil sie nie abwesend war. Bedingte Liebe ist anwesend oder abwesend, doch wahre Liebe ist. In der totalen Entzauberung ist Liebe und diese Liebe weiß gar nichts. Das Wort «Liebe» ist ihr fremd, genau so wie alle anderen Worte auch. Sie ist jenseits einer jeden Vorstellung. Sie ist zeitlos. Und in der Zeitlosigkeit kennt sie weder sich selbst noch andere.
Alles, was die Liebe offenbar möchte – wenn man es mal so ausdrücken mag – ist sich zu offenbaren. Das ist nur möglich, indem sie ihre Unbedingtheit vergisst. Im Vergessen sucht und sucht sie nach sich selbst, schafft ein Objekt nach dem anderen und begegnet immer nur sich selbst – ohne es zu wissen.
Wie groß ist dann die Freude, wenn der Schleier der Illusion fällt und die Liebe auf sich selbst zurückfällt. Dies ist jedes Mal der Fall, wenn nicht die Person oder die Form gesehen wird, sondern das, was ihr zugrunde liegt. Diese Selbsterkenntnis ist so köstlich, so erfüllend – hier will man nie wieder weg. Einmal daran geschnuppert, gibt es keinen Halt mehr für die Liebe – bis zur völligen Vernichtung dessen, was nicht echt ist. Erst wenn alles zerstört wurde, was nicht Liebe ist, kommt die wahre Liebe zum Vorschein und sie scheint heller als jeder Stern.
Liebe in ihrer absoluten Unbedingtheit ist dermaßen anziehend, dass alle Objekte in ihr wie Motten im Licht verbrennen. Du wirst diese Liebe, ob du es willst oder nicht. Mit Haut und Haaren verbrennt sie dich, bis nichts mehr von dir bleibt. Nur diese Liebe ist echt. Alles andere sind Spiele und Vorstellungen eines mind, der nur sich selber zu kennen glaubt und sonst nichts.
Wenn alle Masken gefallen sind, wird nichts anderes mehr als Liebe gesehen.

ReiMo

Dein Herz von allen Lasten befreien, wäre das nicht wundervoll? Klingt jedenfalls wundervoll, und ist doch nichts anderes als ein weiterer kläglicher Versuch etwas zu heilen, was schon längst heile ist.
Es ist nicht das Herz, was die Wände aufgebaut, was das Herz beschwert hat. Das Herz hat damit gar nichts zu tun.
Der Glaube, da ist etwas, was wir befreien müssten, schafft eine unsichtbare Mauer. Und mit jedem Glauben mehr, glauben wir auch, noch mehr verbarrikadieren zu müssen.
(…) Jeder Herzbruch löst. Also lasse ich mir gern mein Herz brechen, denn es ist nicht mein Herz was bricht, sondern die Mauern und Lasten.

Sandra Sarah Devi

Das gebrochene Herz ist ein weit verbreiteter Mythos. Das Herz kann nicht brechen. Was brechen kann, ist das «Ego». Und wenn das «Ego» wirklich zusammenbricht, passiert etwas Wundervolles: Das Herz empfängt sehr viel mehr Liebe als vorher.
Fazit: Man kann an vielem leiden, aber nicht an einem gebrochenen Herzen. Dieser Begriff suggeriert eine Unmöglichkeit.

Anssi Antila

Erinnere dich: dein Herz ist nicht dein Herz. Es ist einfach eine Tür für etwas, das «dich» bei Weitem übersteigt.

God Dieux

Das, was du bist, ist (dermaßen) jenseits von dem, was erscheint, so dass du sein Sich–selbst–Dahinterkommen nicht an einer sogenannten Herzöffnung oder irgendeinem anderen physischen oder psychischen Phänomen festmachen kannst.

Werner Ablass

Das ganze Universum ist im Körper enthalten, der ganze Körper im HERZEN. So ist das HERZ der Kern des ganzen Universums.
Und wiederum: Die Welt ist nichts anderes als der Geist, der Geist nichts anderes als das HERZ. Das HERZ umfasst also alles.

Ramana Maharshi

Wenn du zur Wurzel
All deiner Wünsche vorgedrungen bist,
Werden dir nur zwei Dinge
In den Sinn kommen:
Mehr zu lieben
Und glücklich zu sein.

Dschalaluddin Rumi

Tipp: Weitere Texte zum Thema gibt es u.a. in den Blog–Beiträgen hier, hier und hier.

Der natürliche «Zustand»

Die letztendliche Wahrheit ist so einfach. Es ist nichts anderes, als im ursprünglichen (natürlichen) «Zustand» zu sein. Das ist alles, was es zu sagen gibt.

Auch wenn es (das «kleine Selbst» oder «Ich») zum diesem großen Abenteuer (der Selbst-Realisierung) aufbricht, tut es das nur, um im Lauf der Reise … abhanden zu kommen.

Ramana Maharshi

Wenn du realisierst, Wer Du Bist, werden all deine Bemühungen etwas Besseres zu bekommen, damit du etwas Besseres sein kannst, in ihrer Absurdität gesehen.
Eine große, tiefe Befreiung folgt. Das ist die auserlesene Befreiung des letztendlichen Sich–Ergebens an die Wahrheit Deiner Selbst, die Wahrheit Deines Wesens.

Gangaji

Tat Twam Asi! – Du bist DAS!

Om So Hang! – Ich bin DAS!

Om Tat Sat! – Das ist ES!

Upanischaden

Ich bin, was ich gesucht habe!

Du selbst

Ich bin, der ich bin.

2. Buch Mose

Ich bin das Licht, das über allen Dingen steht. Ich bin alles: aus mir ist alles hervorgegangen und zu mir gelangt. Spaltet das Holz, ich bin da. Hebt einen Stein auf und ihr werdet mich dort finden.

Ich und der Vater sind eins.

Jesus Christus

Nicht Christ oder Jude oder Muslim,
Nicht Hindu, Buddhist, Sufi oder Zen.

Keine Religion oder Kultursystem.

Ich bin nicht aus dem Osten
Oder dem Westen,
Nicht aus dem Meer
Oder vom Erdreich kommend,
Nicht natürlich oder ätherisch,
Nicht aus Elementen zusammengesetzt.

Ich existiere nicht,
Bin keine Entität (Wesenheit) in dieser Welt
Oder in der nächsten,
Stamme nicht von Adam und Eva
oder irgendeiner Herkunftsgeschichte ab.

Mein Ort ist ortlos,
eine Spur des Spurlosen.

Weder Körper noch Seele.

Ich gehöre zum Geliebten,
habe die zwei Welten als eine gesehen
und dieser eine Aufruf und zu wissen:
Erstes, Letztes, Äußeres, Inneres: nur dieser
Luft atmende Mensch.

Da ist Einssein und sonst nichts.

Dschalaluddin Rumi

Selbst–Realisierung oder Erleuchtung ist nichts weiter als das tiefstmögliche Erkennen, dass es keinen individuellen Akteur (Tuer, Handelnder) irgendeiner Handlung gibt – weder dich noch sonst irgendjemand! Es gibt weder einen Denker irgendeines Gedankens, noch einen Erfahrenden irgendeiner Erfahrung – alles geschieht!

Ramesh Balsekar

Alles geschieht einfach automatisch – und das ist das ist das Letzte, was der mind hören möchte. Das Ganze läuft völlig spontan ab.

Mooji

Leben ist das, was geschieht, während du damit beschäftigt bist andere Pläne zu machen.

John Lennon

Erleuchtung ist für mich das Abfallen von Vorstellung … die Zukunft ist ungewiss. Der natürliche «Zustand» ist Nicht–Wissen … darin erscheint alles so, wie es ist – perfekt.

Gunnar Gressl

Wie wundervoll! Wie wundervoll! Alle Dinge sind perfekt genauso, wie sie sind!

Gate Gate Parasamgate Bodhi Swaha! – Gegangen, gegangen, hinübergegangen, über das Gehen hinausgegangen – Erwacht! Welch ein Segen!

Durch das Erreichen unübertrefflicher Erleuchtung habe ich nichts erreicht.

Da sind einfach Schmerzen, aber niemanden, der Schmerzen hat.
Da sind einfachTaten oder Handlungen, aber niemanden, der sie ausführt.
Es gibt Erlösung, aber niemanden, der erlöst wird.
Es gibt den «Weg», aber es findet sich niemand, der auf ihm geht.

Frei nach dem Buddha

Da alles nur eine Erscheinung ist, vollkommen im Sein, was es ist, nichts mit gut und böse zu tun hat, mit Anerkennung oder Ablehnung, tut man gut daran laut aufzulachen!

Longchenpa

Es ist noch nie etwas geschehen.

(…) also bleib beim Unbekannten, beim Unveränderlichen, bei der Wahrheit.

Vergiss, was vergessen werden kann, und wisse, dass du das, was niemals vergessen werden kann, bist.

Sei still. Bleib still.

Papaji

Wenn du alle Konzepte hinauswirfst, einschließlich deines ersten Konzepts («Ich Bin»), dann ist, was eben ist. Bleib in Stille.

Wenn du still bist, werden die Dingen spontan und recht natürlich anfangen zu geschehen – völlig ohne dein Eingreifen.

Es gibt keinen Akteur (Tuer, Handelnder); es gibt keinen Schöpfer der offenbaren Welt und des Universums. Es gibt keinen Genießer. Alles geschieht von selbst.

Mein Zustand ist der, der die Schöpfung und Zerstörung des Universums niemals gefühlt hat. Diesen Teil habe ich noch nicht erläutert. Durch die Schöpfung und Zerstörung des Universums bleibe ich stets unberührt.

Nisargadatta Maharaj

Sei still.

Verweile jederzeit als das Selbst.

Es gibt weder Schöpfung noch Zerstörung, weder Bestimmung noch einen freien Willen, weder einen Weg noch etwas zu erreichen. Das ist die letztendliche Wahrheit.

Das, was dazu bestimmt ist nicht zu geschehen, wird nicht geschehen; versuche soviel, wie du willst. Das, was dazu bestimmt ist zu geschehen, wird geschehen; tue, was du willst, um es zu verhindern. Das ist gewiss. Die beste Vorgehensweise ist es also still zu bleiben.

Ramana Maharshi

«Vater, es gibt nicht viel zu sagen.» Sie öffnete ihre anmutigen Hände in einer entkräftenden Geste. «Mein Bewusstsein hat sich nie mit meinem Körper identifiziert. Ich war dieselbe, bevor ich auf diese Erde kam. Als kleines Mädchen war ich dieselbe. Ich wuchs auf zu einer jungen Frau, aber noch immer war ich dieselbe. Als die Familie, in die ich geboren wurde, die Hochzeit dieses Körpers veranlasste, war ich dieselbe… Und Vater, jetzt vor dir stehend bin ich dieselbe. Auch wenn der Tanz der Schöpfung sich im Saal der Ewigkeit um mich herum wandelt, werde ich stets dieselbe sein.»

Ānandamayi Ma

Ich weiß nicht mehr, wer ich bin. Ich weiß nicht mehr, was ich bin. Ich wollte viel sein, mein Leben lang. Mal dies, mal das. Jetzt bin ich nichts mehr, und in diesem Nichts stelle ich fest, dass ich alles bin.

Regina Bergelt

Das Sehen, dass ich alles bin, ist Liebe. Das Sehen, dass ich nichts bin, ist Weisheit. Zwischen den beiden bewegt sich mein Leben.

(…) das Leben hört auf eine Aufgabe zu sein und wird natürlich und einfach, eine Ekstase in sich.

Die Realität ist einfach, offen, klar und freundlich, schön und voller Freude. ES ist völlig frei von Widersprüchen. ES ist immer neu, immer frisch und endlos kreativ. Sein und Nicht–Sein, Leben und Tod – alle Unterschiede werden darin eins.

Du kannst ES nur in Aktion kennen(lernen). Bringe ES im täglichen Leben zum Ausdruck und Sein Licht wird noch heller werden.

Nisargadatta Maharaj

Lebe 200% im Leben: 100% innere Erfüllung des stillen, «absoluten» Lebensbereichs und 100% der Fülle des Erfolgs und Glücks im «äußeren» Spielfeld des «relativen» Lebens.

Frei nach Maharishi Mahesh Yogi

(…) in ein normales, freies Leben zurückkehren.

Margarita Rothhaar

Wenn das Leben fragte tausend Jahre lang: «Warum lebst du?» Wenn es überhaupt antwortete, würde es nur sagen: «Ich lebe, um zu leben!» Das rührt daher, weil das Leben aus seinem eigenen Grunde lebt, aus seinem Eigenen quillt. Darum lebt es ohne Warum: es lebt nur sich selber! Und fragte man einen wahrhaften Menschen, der aus seinem eigenen Grunde wirkt: «Warum wirkst du deine Werke?» Wenn er recht antwortete, würde er auch nur sagen: «Ich wirke, um zu wirken.»

Meister Eckhart

Meine täglichen Tätigkeiten sind nicht ungewöhnlich;
Ich bin einfach auf natürliche Weise mit ihnen in Harmonie.
Nach nichts zu greifen, nichts zu verwerfen.
Übernatürliche Kräfte und fabelhaftes Tun:
Wasser schöpfen und Feuerholz tragen.

Wenn der Geist im Frieden ist,
Ist auch die Welt im Frieden.
Nichts wirklich, nichts abwesend.
Nicht an der Wirklichkeit festhaltend,
Nicht in der Leere stecken bleibend,
Bist du weder heilig noch weise—
Einfach ein gewöhnlicher Kerl,
Der seine Arbeit verrichtet hat.

Der Laie Pang

Vor der Suche nach Erleuchtung waren Berge Berge und Flüsse Flüsse.
Auf der Suche nach Erleuchtung waren Berge keine Berge und Flüsse keine Flüsse.
Seitdem Erleuchtung der Fall ist, sind Berge Berge und Flüsse Flüsse.

Vor der Erleuchtung: Holz hacken und Wasser tragen;
Nach der Erleuchtung: Holz hacken und Wasser tragen.

Wenn du hungrig bist, iss;
Wenn du müde bist, schlaf.

Es gibt wirklich nichts, was du sein musst,
Und es gibt nichts, was du tun musst.
Es gibt wirklich nichts, was du haben musst,
Und es gibt nichts, was du wissen musst.
Es gibt wirklich nichts, was du werden musst,
Aber es kann nützlich sein zu wissen, dass Feuer brennt,
Und wenn es regnet, wird die Erde nass.

Frei nach den Zen–Meistern

Um in Harmonie mit dieser Soheit zu gelangen,
Sieh alles als Nicht–Zwei.
In diesem Nicht–Zwei ist nichts getrennt
Und nichts ausgeschlossen.
An allen Orten und zu allen Zeiten
Bedeutet Erleuchtung, zu dieser
Einen Wahrheit zu werden.

Worte! Es ist jenseits von Sprache.
Gestern ist niemals geschehen.
Morgen wird niemals sein.
Heute gibt es nicht.

Seng–tsan im «Hsin Hsin Ming» (auch: «Shinjinmei» oder «Das Sutra des in reinem Vertrauen gegründeten Geistes»; chin. Tao bzw. Dao = Realität, das Absolute, DAS)

Die letztendliche Wahrheit ist wortlos, die Stille inmitten der Stille.

Pirke Avot

(…) die zuvor stattgefundene «reine Rede über das Selbst» erscheint danach fast blasphemisch … und ist reine Ignoranz und Unwissenheit.

Alexander Trampitsch

(…) was dann bleibt ist soooo ohne Worte … einfach DAS.

Gunnar Gressl

Viele Worte sind schnell erschöpft. Besser ist es, den Kern (die Mitte, das «Innere») zu bewahren.

Frei nach Lao-tse

Wo finde ich einen Menschen, der sich aller Worte entledigt hat? Er ist derjenige, mit dem ich mich gern mal unterhalten würde.

Chuang–tse

Tod und Sterben

Im Anfang waren die Wesen unmanifest;
Zwischen Geburt und Tod werden sie manifest;
Im Tod werden sie wieder unmanifest.

Bhagavad Gita

Geburt ist kein Anfang;
Der Tod ist kein Ende.
Es gibt eine Existenz ohne Einschränkungen;
Es gibt eine Kontinuität ohne Ausgangspunkt.

Chuang-tse

Niemand stirbt. Tod bedeutet: es ist beendet. Nimm z.B. einen Wassertropfen: wenn er verdunstet, ist er unendlich geworden.
Es gibt keinen Tod für irgendetwas. Alles endet, um unendlich zu werden.

Es gibt keine Persönlichkeit, also gibt es auch keine Frage von Geburt, Leben oder Tod. Was bleibt, ist Bewusstsein ohne Name und Form.

Nisargadatta Maharaj

(Nisargadatta) Maharaj lehnt die Idee von Wiedergeburt oder von Reinkarnation kurzerhand ab. Und die Grundlage für eine solche Ablehnung ist so einfach, dass sie uns demütigt: das Wesen, das wiedergeboren werden soll, existiert nicht, außer als Konzept! Wie kann ein Konzept wiedergeboren werden?
Maharaj fragt in aller Unschuld den Protagonisten der Wiedergeburt: «Ich möchte wissen, wer bitte wiedergeboren werden soll?» Der Körper «stirbt» und wird nach dem Tod schnellstmöglich vernichtet—begraben oder eingeäschert. Mit anderen Worten, der Körper wurde unwiderruflich zerstört. Dieser Körper, der eine objektive Angelegenheit war, kann demzufolge nicht wiedergeboren werden. Und wie kann irgendetwas Nicht–Objekthaftes wie die Lebenskraft (der Atem), die beim Tod des Körpers mit der Luft außerhalb eins geworden ist, oder das Bewusstsein, das mit dem unpersönlichen Bewusstsein eins geworden ist, wiedergeboren werden?
Vielleicht, sagt Maharaj, wirst du sagen, dass das entsprechende Wesen wiedergeboren wird. Aber das wäre absolut lächerlich. Du weißt, dass das «Wesen» nichts als ein Konzept ist, eine Halluzination, die erscheint, wenn das Bewusstsein sich irrtümlich mit dieser bestimmten Form identifiziert.
Wie kam es ursprünglich eigentlich zu der Idee von Wiedergeburt? Sie wurde möglicherweise als eine Art akzeptable, praktische Theorie konzipiert, um die einfacheren Menschen, die nicht intelligent genug waren, um über die Parameter der manifestierten Welt hinaus zu denken, zufrieden zu stellen.

Ramesh Balsekar in «Pointers von Nisargadatta Maharaj»

Sterben bedeutet, sein sterbliches Gewand hinter sich zu lassen und als DAS zu verbleiben.

Das Leben gleicht einem Traum und Sterben heißt aufzuwachen.

Alle Dinge tauchen spontan aus dem «Nichts» auf und kehren schließlich ins «Nichts» zurück.
Du bist dabei keine Ausnahme.

Elias

Im Tod gibt es nur Freiheit. Es es einfach schicker Freiheit zu sehen, wenn du lebst.

Max Furlaud

Hier. Du bist schon da. Du bist im Nirvana. Du bist wie ein Fisch, der behauptet durstig zu sein. Du bist mittendrin. Hier. Hier.

Janwillem van de Wetering (sanskr. Nirvana = verwehen, verlöschen; auch Nichts, Realität, das Absolute)

Selig, wer im Anfang steht! Denn er wird das Ende erkennen und wird den Tod nicht schmecken.

Jesus Christus

Leere dich von allem; lass den Geist in Frieden ruhen.
Die zehntausend (unzähligen) Dinge tauchen auf und verschwinden wieder,
Als das Tao ihre Wiederkehr beobachtet.
Sie wachsen und gedeihen und kehren schließlich zur Quelle zurück.
Die Rückkehr zur Quelle ist Stille—der Weg der Natur.

Frei nach Lao–tse (chin. Tao bzw. Dao = Realität, das Absolute)

Wir sind alle Besucher zu dieser Zeit, an diesem Ort. Wir durchqueren es nur. Unsere Aufgabe hier ist es zu beobachten, zu lernen, zu wachsen, zu lieben … und dann kehren wir nach Hause zurück.

Aborigini–Sprichwort

Das Leben ist ein Mysterium, das gelebt werden will; kein Rätsel, das gelöst oder verstanden werden muss. Das ist alles, was es dazu zu sagen gibt.
Alle Dinge tauchen aus dieser Stille auf und kehren zu dieser Stille zurück. Auch du wirst schließlich mit dieser Stille eins werden, aus der du im ersten Augenblick aufgetaucht bist.

Der Erwachte umarmt den Tod (nimmt ihn an), weil es für den Erwachten keinen Tod gibt.

Der Erwachte ist bereit zu sterben.

Wenn du erwacht bist, werden dieselben Berge, dieselben Sterne, die du zuvor gesehen hast, ganz anders aussehen. Du kannst die Welt genießen und einfach diese Welt verlassen. Das ist das «Spiel des Lebens».

Sri Bhagavan

Die meisten Menschen haben keine Angst vorm Tod, sie haben Angst vorm Leben.

Der Tod ist eine Illusion.

Ānanda Devi

Der Tod ist uns ein Gefallen,
Aber uns’re Wage hat ihr Gleichgewicht verloren.

Die Unbeständigkeit des Körpers
Sollte uns große Klarheit geben
Und das Wunder in unseren Sinnen und Augen vertiefen
Für diese geheimnisvolle Existenz,
Die wir miteinander teilen
Und in der wir gewiss
Nur auf Reisen sind.

Wenn ich heute Abend in der Taverne wäre,
Würde Hafis um Getränke bitten

Und als der Meister einschenkt,
Würde ich daran erinnert werden,
Dass alles, was ich über das Leben
Und über mich selbst weiß, ist,
Dass wir nur ein Luftsprung von güld’nem Wein
Zwischen Seinem Krug und Seinem Becher sind.

Wenn ich heute Abend in der Taverne wäre,
Würde ich großmütig für jeden in dieser Welt mitbestellen,
Denn uns’re Ehe mit der grausamen Schönheit
Von Raum und Zeit
Kann nicht lange bestehen bleiben.

Der Tod ist uns ein Gefallen,
Aber unser Geist hat sein Gleichgewicht verloren.

Die wundersame Existenz und die Unbeständigkeit von Form
Bringt die «Erleuchteten» immer wieder zum Lachen und Singen.

Hafis

«Botschaft eines sterbenden Freundes»
von Jeff Foster

Ich will deine Antworten nicht, deinen guten Rat. Ich will deine Theorien über das «Warum» oder das «Wie» nicht. Ich brauche dein Mitleid nicht. Deine Versuche, dass ich mich besser fühle, lassen mich nur schlechter fühlen. Ich bin ein Mensch, genau wie du, und sehne mich nach etwas Echtem.

Sei einfach gegenwärtig mit mir. Hör zu. Gib mir Raum. Halte gelegentlich meine zitternde Hand. Deine Aufmerksamkeit ist so wertvoll für mich. Dein Wesen spricht Bände.

Wenn dir unwohl ist, schäme dich nicht dafür. Es ist in Ordnung, wenn du nicht weißt, was du zu mir sagen sollst; ich fühle mich manchmal genauso. Wenn du angewidert, wütend, unsicher oder ängstlich bist, ist das in Ordnung, ich liebe dich dafür. Du bist auch ein Mensch.

Lass deine Lehrbücher jetzt ruhen. Versuche nicht «bedingungslose und bestmögliche Rücksicht» zu nehmen; es fühlt sich so falsch für mich an. Vergiss «Empathie»—ich möchte, dass du noch näher kommst.

Sieh, dass ich du bin, in Verkleidung. Dies sind deine gebrochenen Knochen, deine flachen Atemzüge, deine gekrümmten Glieder. Ich bin dein Spiegel; du siehst dich selbst.

Versuche nicht mir zu Liebe stark zu sein. Ich bin kein Opfer. Zerbrich, wenn du nicht umhinkannst. Weine, wenn du weinen musst. Trauere um diese zerbrochenen Träume, diese verlorene Zukunft. Lass auch die Vergangenheit los. Begegne mir hier, im Feuer der Gegenwart, in der Fülle deines Seins.

Ich spreche gerade in einer alten Sprache.

Ich möchte, dass du ein Zeuge dessen bist.

Sterben ist leicht,
glaub mir, es gleicht
glückhaftem Traum.
Weit wird der Raum—
du schenkst dich in uferlos strömendem Glück
dem Urmeer zurück . . .

Ephides

Das Leben: still, weich und kristallklar,
Stirbt lachend, wenn es seine Quelle findet.
Der Tod: mit einem Lächeln auf den Lippen
Vergießt er eine glückliche Träne
In seiner Entdeckung, dass es das Leben ist—natürlich.

Liz Jones

Tipps:
1. Weitere, z.T. köstliche Aussprüche zum Thema «Tod und Sterben» gibt es u.a. hier und auf Englisch u.a. hier)
2. Weitere Aussprüche von Nisargadatta Maharaj, Ramana Maharshi u.a. gibt es in den «Videos» und «Literaturempfehlungen» via die blauen Buttons unten.

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