Texte und Sprüche

 

Auf dieser Seite findest du ausgewählte Texte und Sprüche, die Ausdruck von tiefgreifenden Erkenntnissen von Erwachten und Selbst-Realisierten sind. Diese Worte können u.a. zur Auflösung von Illusionen und Ich-Identifikationen führen und tiefe Einsichten in deine wahre Natur vermitteln.

Diese und alle Worte dieser Art sind immer nur für diesen Moment bestimmt. Nisargadatta Maharaj bringt diese Wahrheit auf diese Weise zum Ausdruck: «Du erfährst die Wirkung der Worte und lässt sie dann gehen,» und: «Worte sind Fingerzeige (Engl. pointers). Sie zeigen uns die Richtung, aber sie werden nicht mit uns gehen.»

Du kannst z.B. herunter scrollen und bei einem Text, der dir gerade ins Auge fällt, innehalten und ihn auf dich wirken lassen. Oder springe direkt zu einem Thema, indem du auf einen dieser Links klickst:

Aufruf zur Selbst-Erkenntnis

Erkenne dich selbst!

Das Orakel von Delphi

Die «höchste» Berufung eines Menschen besteht darin, nach Selbst-Erkenntnis (Selbst-Realisierung) «zu streben.» Alle anderen Verpflichtungen sind zweitrangig.

Es ist das Selbst, das sich zu sich selber ruft, und es ist nichts anderes als das Selbst, das sich selbst erkennt (realisiert).

Anandamayi Ma

Deine eigene Selbst-Erkenntnis ist der größte Dienst, den du der Welt erweisen kannst.

Der Zustand, den wir Realisierung nennen, bedeutet einfach dein Selbst zu sein, ohne irgendetwas zu wissen oder zu werden.
Wenn du realisiert bist, bist du das, was einzig und allein ist und schon immer war. Du kannst diesen Zustand nicht beschreiben, du kannst nur DAS sein.
Natürlich sprechen wir mangels eines besseren Begriffs wage von «Selbst-Realisierung.»

Es ist falsch von «Realisierung» zu sprechen. Was gibt es da zu realisieren? Die Realität ist das, wie sie immer ist. Wir erschaffen nichts Neues oder erlangen nichts, was wir vorher nicht schon hatten.
Die Illustration in Büchern ist diese: Wir graben einen Brunnen und bauen eine riesige Grube. Der Platz in der Grube oder im Brunnen wurde nicht von uns erschaffen. Wir haben nur die Erde entfernt, die dort den Raum ausfüllte. Der Raum war vorher da und ist auch jetzt noch da. Genauso müssen wir alle uralten Samskaras (Prägungen, Konditionierungen), die in uns sind, einfach hinauswerfen. Wenn alle aufgegeben wurden, wird das Selbst allein erstrahlen.

Es gibt kein größeres Mysterium als dieses: dass wir ständig nach der Realität suchen, obwohl wir in der Tat die Realität sind!
Wir denken, dass es etwas gibt, das die Realität versteckt und dass es zerstört werden muss, bevor die Realität «erlangt» wird. Wie lächerlich!
Es wird der Tag kommen, an dem du über all deine vergangenen Bemühungen lachen wirst. Dieser Tag, an dem du lachen wirst, ist genauso hier und jetzt!

Ich bin nicht der vergängliche Körper, sondern das ewige Selbst.

Du und ich – wir sind ein und dasselbe. Was ich getan habe, ist mit Sicherheit für alle möglich. Du bist jetzt das Selbst und kannst niemals etwas anderes sein. Wirf deine Sorgen aus dem Fenster. Wende dich nach innen und finde Frieden.

Ramana Maharshi

Wer nach außen schaut, träumt.
Wer nach innen schaut, erwacht.

Carl Gustav Jung

Alles, was es braucht, ist schon im menschlichen Bewusstsein vorhanden. Der Mensch muss nicht zum Himmel hinauf schauen, sondern in sich selbst!

Es gibt zwei Fehler, die man auf «dem Weg» zur Wahrheit (Realität) machen kann: ihn nicht zu Ende zu gehen und gar nicht erst aufzubrechen.

Frei nach dem Buddha

Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.

Der Suchende soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. Und wenn er findet, wird er in Erschütterung geraten. Und wenn er erschüttert ist, wird er in Verwunderung geraten. Und er wird über das All herrschen.

Jesus Christus

Was wir suchen, ist das, was sucht.

St. Franziskus von Assisi

Die Wahrheit ist ein wegloses Land.

Jiddhu Krishnamurthy

Jeder geht schnell nirgendwohin.

Osho

Äonen klopfte ich an Gottes Pforte
und als sie sich endlich öffnete,
bemerkte ich,
dass ich von innen klopfte!

In deinem Wesenskern
liegt die Antwort –
du weißt, wer du bist,
und du weißt, was du willst.

Der Weg der Liebe
ist kein spitzfindiges Argument.
Die Tür dorthin ist die Verwüstung.
Vögel ziehen große Kreise
am Himmel ihrer Freiheit.
Wie lernten sie es?
Sie fallen –
und im Fallen
wachsen ihnen Flügel.

Lass dich schweigend
vom geheimnisvollen Sog dessen,
was du wirklich liebst, anziehen.
Er wird dich nicht irreführen.

Rumi

Die Realität ist …

Die Realität ist eine Illusion, wenn auch eine sehr hartnäckige.

(Der Mensch) erlebt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als etwas vom Rest (von der «Welt» und von «anderen») Getrenntes, eine Art optische Täuschung seines Bewusstseins.

Albert Einstein

Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir «Realität» getauft haben, eine noch größere Illusion als die Welt der Träume ist.

Salvador Dali

Die Dinge sind nicht wie sie scheinen, aber anders sind sie auch nicht.

Frei nach dem Buddha

Nichts Wirkliches kann bedroht werden. Nichts Unwirkliches existiert.

Ein Kurs in Wundern

Die Welt ist unwirklich. Nur Brahman ist wirklich. Die Welt ist Brahman.

Shankara (Sanskrit Brahman = Realität, das Absolute, DAS)

Die Welt ist keine Illusion insofern sie ein Ausdruck des Absoluten ist. Was in der Tat illusorisch ist, ist deine irrtümliche Identität als unabhängiges Wesen.

Die Manifestation ist wie ein Film.
Bewusstsein hat das Drehbuch geschrieben,
Bewusstsein hat den Film produziert,
Bewusstsein hat Regie geführt,
Bewusstsein hat alle Rollen gespielt
Und Bewusstsein schaut sich den Film
Durch Milliarden von Körper-Geist-Organismen an.
Du denkst, dass du den Film siehst.
Könntest du den Film sehen,
wenn Bewusstsein nicht da wäre?

Alles, was ist, ist Bewusstsein.

Ramesh Balsekar

Der ganze Film ist bereits im Kasten.

Alexander Trampitsch

Parabrahman ist ohne Eigenschaften und jenseits von Bewusstsein.

Die Realität liegt jenseits vom Subjektiven und Objektiven, jenseits aller Ebenen, jenseits aller Unterscheidung. Mit Sicherheit ist sie nicht ihr Ursprung, ihre Quelle oder Wurzel. Diese kommen von der Ignoranz (Unwissenheit) gegenüber der Realität und nicht von der Realität selbst, die unbeschreiblich ist – jenseits von Sein und Nicht-Sein.

Nisargadatta Maharaj (Sanskrit Parabrahman = das alles transzendierende Absolute, das Unmanifestierte, Realität, DAS)

Das, was sich wahrnehmen lässt, ist nicht das zeitlose Tao.
Das, was sich benennen lässt, ist nicht das namenlose Eine.
Die Quelle des Himmels und der Erde ist form- und substanzlos.
Benennen kreiert die zehntausend (zahllossen) Dinge.
Wenn keine Sehnsucht (Verlangen, Begehren) vorhanden ist, wird das Mysterium offenbar.
Wenn Sehnsucht auftaucht, nimmt die Schöpfung ihren Lauf.
Das Mysterium und die Schöpfung entspringen derselben Quelle.
Die Quelle ist Leere (Nichts).
Die Leere innerhalb der Leere –
das Reich des Tao.

Sieh davon ab, das Tao als außergewöhnlich,
erhaben oder transzendental zu betrachten.
Als das Tao ist es jenseits von alledem.
Es ist einfach die direkte, allem zugrundeliegende
und vollkommene Wahrheit (Realität).

Frei nach Lao-tse (Chin. Tao bzw. Dao = der «große Weg;» Realität, das Absolute, DAS)

Das «unendliche Potential» dieser unmanifestierten Urkraft bringt sich selbst scheinbar spontan und explosionsartig als unzählige Lebensformen und Erfahrungen zum Ausdruck.

Alles, was erscheint, ist der Traum eines formlosen Seins, das vom Wesen her Bewusstsein und Intelligenz ist. Du bist lediglich Beobachter des Traums und seiner Quelle, des Seins, ohne in irgendeiner Weise daran beteiligt zu sein.

Die Realität ist das Unwissbare, Undenkbare und Unsagbare. Es ist das, was ist, was nicht ist und was beides übersteigt.

Elias

Die Realität ist jenseits von Reden und Denken. Es wird nur das gesagt, was sich in Worten ausdrücken lässt. Was aber nicht in Sprache gebracht werden kann, ist in der Tat DAS WAS IST.

Anandamayi Ma

Verlernen ist wirkliches «Lernen»

Die Wahrheit (Realität) ist sehr einfach; verkompliziere sie nicht.

Alles, was du verstehen kannst, ist nur ein Konzept.

Papaji

Versuche nicht zu verstehen! Es genügt, wenn du nicht missverstehst.

Im Bekannten zu leben ist Bindung. Im Unbekannten zu leben ist Freiheit.

Nisargadatta Maharaj

Glaube nichts – egal, wo du es gelesen hast oder wer es gesagt hat, nicht einmal, wenn ich es gesagt habe – es sei denn, es stimmt mit deiner eigenen Vernuft und deinem eigenen gesunden Menschenverstand überein.

Frei nach dem Buddha

Die Anhaftung (Identifikation) an etwas Geglaubtes (für wahr Gehaltenes) ist die größte Fessel.
Frei zu sein bedeutet zu wissen, dass du nichts weißt.

Wu Hsin

Wenn du glaubst etwas zu wissen, lebst du in Armut.

Ich lebe auf eine Weise, dass ich nichts mehr wissen muss; nie mehr.

Sobld du dich ins Unbekannte verliebst, bist du frei.

Byron Katie

Hier ist es – jetzt.
Wenn du anfängst darüber nachzudenken, verfehlst (verpasst) du es.

Mit den Gedanken erscheinen alle Dinge.
Mit den Gedanken verschwinden alle Dinge.

Nicht-Wissen ist das Intimste (Innigste).

Huang-po

What the Bleep Do We Know!?
(Was zum «Pieps» wissen wir schon!?)

Filmtitel

Was weiß ich (schon)?

Man weiß nie.

Nicht-Wissen ist Glückseligkeit (nur in dieser Hinsicht).

Sprichworte (das 3. aus dem Englischen «Ignorance is bliss», auf Deutsch auch bekannt als: «Was ich nicht weiß, das macht mich nicht heiß.»)

Du kannst nur lernen, dass du das, was du suchst, schon bist. Alles Lernen ist nur ein Erinnern an etwas, das schon längst da ist und nur auf deine Entdeckung wartet. Alles Lernen ist nur das Wegräumen von Ballast, bis eine leuchtende innere Stille übrig bleibt – bis du erkennst, dass du selbst der Ursprung von Frieden und Liebe bist.

Die einzig wahre Weisheit besteht darin, zu wissen, dass du nichts weißt.

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Sokrates

Derjenige, der weiß, spricht nicht.
Derjenige, der spricht, weiß nichts.

Zu wissen, dass du nichts weißt, ist Klarheit.
Zu denken, dass du etwas weißt, ist eine Krankheit.
Wenn du es satt hast krank zu sein,
gelangst du zur Klarheit.

Frei nach Lao-tse

Es gibt weder Schöpfung noch Zerstörung, weder Bestimmung noch einen freien Willen, weder einen Weg noch etwas zu erreichen. Das ist die endgültige Wahrheit.

Letztendlich muss alles Gelernte wieder vergessen werden.

Ramana Maharshi

Osho sagte über eine Begegnung eines deutschen Gelehrten mit Ramana Maharshi:

«Ein Mann kam zu Ramana Maharshi und sagte: «Ich bin von weit her gekommen, von irgendwo in Deutschland, und ich bin gekommen, um von dir zu lernen.

«Ramana antwortete: «Dann geh woanders hin, denn hier lehren wir das Verlernen. Lernen kann man bei uns nichts. Geh woanders hin.»

Er mag ein deutscher Gelehrter gewesen sein, er mag die Vedas, die Upanischaden studiert haben, vielleicht ist er durch sein Wissen auf Ramana aufmerksam geworden. Die Upanischaden zu lesen führt dazu, dass man einen Mann finden möchte, der sich auskennt. Durch die Vedas zu blättern führt dazu, dass man verzaubert, entzückt, magnetisiert, hypnotisiert ist. Man fängt an den Sehenden zu suchen, von dem die Upanischaden sprechen, jemanden vom Kaliber dessen, der in den Upanischaden beschrieben wird – einen Mann, der weiß. Es kann sein, dass er wegen der Schriften gekommen ist.

Aber du kennst den Mann nicht, der weiß. Er ist immer gegen die Schriften. Schriften mögen dich zu ihm führen, aber er wird dir befehlen, die Schriften fallen zu lassen. Er wird sagen: «Wirf die Leiter weg, über die du zu mir gekommen bist! Jetzt, wo du mich gefunden hast, brauchst du die Vedas, die Upanischaden und Korans nicht mehr, wirf sie weg! Jetzt bin ich hier, ganz leibhaftig.»

Jesus sagt: «Ich bin die Wahrheit, die heiligen Schriften brauchst du hier nicht.»

Ramana sagte: «Geh woanders hin, denn hier lehren wir das Verlernen. Wenn du bereit bist zu verlernen, was du weißt, kannst du hier bleiben. Wenn du gekommen bist, um mehr zu lernen, dann ist das hier nicht der richtige Ort. Dann geh woanders hin.»

Universitäten sind zum Lernen da. Wenn du zu mir kommst, komm zum Verlernen. Dies ist die Universität zum Verlernen, eine Universität, die den stillen Geist kultiviert, eine Universität, an der dir dein Wissen weggenommen wird.

Du musst all dein Wissen loslassen, damit du bewusst wirst, damit du Perfektion erlangst, Klarheit, damit deine Augen nicht voll von Thesen, Theorien, Vorurteilen, Konzepten sind; damit deine Augen klar sind, vollkommen klar und transparent, so dass du sehen kannst.

Die Wahrheit ist immer da. Sie ist immer schon da gewesen.»

Da ist ein großer Raum, in dem dieser Moment stattfindet. Da ist eine große Stille, die den Gedanken lauscht.

Wenn du etwas wissen willst, geh woanders hin. Wenn du alles ent-wissen möchtest, dann setz dich und höre zu.

Beginne mit: «Ich weiß es nicht.» Weshalb nicht einfach dort beginnen, worauf es letztendlich sowieso hinauslaufen wird?

Adyashanti

«Stirb, bevor du stirbst»

Realisierung ist nicht der Erwerb von etwas Neuem, noch ist es ein neuer Wissensstand. Es ist einfach das Entfernen aller Tarnung (Täuschung).

Ramana Maharshi

Erleuchtung ist die ultimative Enttäuschung des Egos.

Enttäuschung resultiert aus dem Entfernen von Illusionen.

Chögyam Trungpa

Desillusionierung ist das größte Geschenk, das ich dir machen kann. … Desillusionierung ist im wahrsten Sinne des Wortes «die Befreiung von Illusionen.»

Dan Millman

Mach hierbei keinen Denkfehler. Erleuchtung ist ein destruktiver (zerstörerischer) Prozess. Sie hat nichts damit zu tun, besser zu werden oder glücklicher zu sein. Erleuchtung ist das Einreißen der Unwahrheit. Sie ist das Durchschauen der Fassade der Täuschung (Vorstellung, Einbildung, Schein, Illusion). Sie ist die vollständige Auslöschung von allem, was wir uns als wahr vorgestellt haben.

Adyashanti

Erleuchtung ist Enttäuschung – solange, bis nichts mehr enttäuscht werden kann.

Durch das Abfallen von Täuschung in allen möglichen Lebensbereichen erscheint und erstrahlt dein Wesenskern immer klarer mit all seinen unendlichen Facetten, Aspekten und Möglichkeiten. So schmerzhaft diese Ent-Täuschung manchmal sein mag, sie ist dein großes Glück.

Gunnar Gressl

Wer denkt in Begriffen von Transformation und Selbstverbesserung und möchte von einem Zustand in einen anderen wechseln? Es ist nichts anderes als eine Erscheinung im Bewusstsein, eine Rolle im Film, ein Individuum in einem Traum – eine geträumte Schein-Wesenheit, die sich selbst im Wirken von Karma für das Subjekt hält. Wie könnte sich eine solche geträumte Persönlichkeit selbst in irgendetwas anderes als ihr erträumtes Selbst «vervollkommnen?» Wie könnte sich ein Schatten in die Substanz «vervollkommnen?» Wie könnte es irgendein Erwachen aus dem Traum geben, es sei denn, der Träumer erkennt die wahre Identität der Quelle des Traums, der «Manifestation»?

Gib die Suche auf und lass das unpersönliche Bewusstsein übernehmen und es wird dich in das Mysterium seiner eigenen Quelle aufnehmen, dem reinen ICH, der essentiellen Subjektivität – das namenlose, formlose, grenzenlose, zeitlose, raumlose, nicht wahrnehmbare Eine – ohne ein Zweites.

Wenn du nichts von der Welt forderst, auch nichts von Gott, wenn du nichts willst, nichts suchst und nichts erwartest (auf nichts hoffst), dann wird dir der «höchste Zustand» uneingeladen und unerwartet zuteil werden.

Das Absolute kann nur mit Hilfe von absoluter Hingabe realisiert werden. Sei nicht halbherzig.

Nisargadatta Maharaj

Wenn du im Licht des Tages stehen möchtest,
verbrenne die Nacht der Ich-Existenz.
Löse dich in das Sein (die Existenz),
das alles ist, auf.

Rumi

Liefere dich restlos an den Grund der Erscheinungen aus. Dann wird die Realität allein übrig bleiben.

Es genügt, dass man sich ausliefert. Sich auszuliefern heißt, sich dem Urgrund seines Wesens zu übergeben.
… Die Quelle ist in dir selbst – übergib dich ihr. Das bedeutet, dass du die Quelle aufsuchen und mit ihr verschmelzen (eins werden) sollst.

Sich auszuliefern heißt, mit der Quelle des Ichs zu verschmelzen.

Indem du deine Aufmerksamkeit ständig auf die Quelle gerichtet hältst, löst das Ich sich in der Quelle wie eine Salzpuppe im Meer auf.

Ramana Maharshi

Alles, was von der Geburt kommt, löst sich in der Befreiung auf.

Jen Smith

Stirb, bevor du stirbst, und sei ganz tot. Dann tue, was immer du möchtest. Alles ist gut.

Wu-men

Hoffnung ist für Narren. Träume sind für Idioten. Lass deine Hoffnungen los. Zerstöre deine Träume. Lebe im Abgrund (Mysterium) des Nicht-Wissens («einfach nichts wissen»). Das wird all deinem Wissen ein rasches Ende bereiten – allen Dingen, denen du einen speziellen Stellenwert eingeräumt hast.
Jetzt, wo das Absolute durch deine Stadt reitet, verkündet es: «Ich bringe ein Schwert. Ich bin nicht hier, um dir beim Schlafen zu helfen. Ich bin hier, um dir beim Sterben zu helfen. Und siehe da, du bist schon tot. Das ist Nirvana

Ramaji in «1000» (Sanskrit Nirvana = verwehen, verlöschen; das Nichts, die Realität, DAS)

Und (es) geht tiefer und tiefer … (es) findet sich immer wieder was, was nicht gestorben werden will.

Gunnar Gressl

Töte alles, was du töten kannst, und sei DAS, was immer bleibt, was sich selbst nicht töten kann. Das ist neti, neti, neti, neti, neti. Das ist eigentlich immer Kāli: Chop, chop, chop, chop, chop until you drop!

Karl Renz (Sanskrit neti neti = nicht dies, nicht dies; Sanskrit Kāli = die göttliche Mutter in Form der Zerstörerin der Ignoranz bzw. Unwissenheit und des «Egos» und der Geberin des Erwachens und der «Befreiung»; Engl. chop = hacken, zerkleinern; engl. chop until you drop = hacken, bis du umfällst)

10.000 mal kannst du «sterben» … bis du dich absolut deppat (bekloppt, Hals über Kopf) lieben kannst!

Alexander Trampitsch

Selbstliebe, Glück und das Herz

Alle Liebe dieser Welt ist auf Eigenliebe gebaut.

Meister Eckhart

Alle Liebe muss mit der Liebe zu dir selbst beginnen.

Dich so zu umarmen (anzunehmen), wie du bist, ist der erste und der letzte Schritt. Wer immer du auch bist, du bist einzigartig. Das Universum hat dich so gemacht, Gott hat dich so gemacht.

Sri Bhagavan

Sei bitte freundlich (nett, liebevoll) zu dir. Liebe dich, auch mit deinen Unvollkommenheiten und deiner Menschlichkeit. Lass deine Schuldgefühle los und dur wirst dich in einem völlig neuen Licht sehen. Du wirst auch andere mit neuen Augen sehen. Und dur wirst Liebe, Vergebung und Mitgefühl entdecken.

Die größte Umarmung der Liebe, die du jemals machen wirst ist, dich selbst vollständig zu umarmen (anzunehmen). Dann erkennst du, dass du gerade das ganze Universum umarmt hast und alles und jeden darin.

Adyashanti

Deine Fähigkeit, einen anderen Menschen zu lieben, hängt von deiner Fähigkeit dich selbst zu lieben ab.

Der Moment, an dem du den Stellenwert der Liebe zu dir selbst erkennst, wirst du aufhören andere zu verletzen.

Wir neigen dazu, in Begriffen des Tuns zu denken und nicht in Begriffen des Seins. Wir denken, wenn wir nichts tun, verschwenden wir unsere Zeit. Aber das ist nicht wahr. Unsere Zeit ist in erster Linie dazu da, um zu sein. Was zu sein? Lebendig zu sein, friedlich zu sein, fröhlich zu sein, liebevoll zu sein. Und das ist es, was die Welt am meisten braucht.

Lächle, atme und gehe langsam.

Atme, du bist online.

Atme, du bist am Leben!

Thich Nath Hanh

Anspannung ist das, wovon du denkst, wie du sein solltest. Entspannung ist das, was du bist.

Chinesisches Sprichwort

Sei freundlicher (netter, liebevoller) zu dir. Und dann lass deine Herzlichkeit die Welt überfluten.

Pema Chödrön

Es braucht vielleicht ein bisschen Selbstdisziplin: Sei einfach, sei freundlich und bleib ausgeruht. Achte auf deine innere Gesundheit und dein inneres Glück.

Maharishi Mahesh Yogi

Sei so einfach, wie du nur sein kannst. Du wirst erstaunt sein zu sehen, wie unkompliziert und glücklich dein Leben werden kann.

Paramahansa Yogananda

Ein Herz in Frieden spendet dem Körper Leben.

Sprüche 14:30

Mach dir den Schritt der Natur zu eigen: ihr Geheimnis ist Geduld.

Ralph Waldo Emerson

Wer in Harmonie mit sich lebt, lebt in Harmonie mit dem Universum.

Marcus Aurelius

Freude ist die unvermeidliche Folge von Sanftmut (Milde, Behutsamkeit).

M-4 V.1

… Um Frieden zu finden, musst du erst einmal mit dir selbst im Reinen sein. Und um das Leben wirklich zu genießen (sich am Leben zu erfreuen), musst du den bzw. die genießen, der bzw. die du bist.

Unbekannt

Selbstliebe bedeutet, sich selbst anzuerkennen (anzunehmen), die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen, gut mit sich umzugehen … Selbstliebe ist weniger ein Gefühl, als vielmehr eine Art des Verhaltens.

Susanne Hühn

In Wahrheit brauchst du gar keine Liebe von anderen. Dich selbst ganz zu lieben und anzunehmen ist alles, was es braucht. Das Leben liebt dich sowieso bedingungslos.

Selbstliebe ist weniger ein Gefühl, sondern bedeutet vor allem, freundlich, behutsam, sachte und liebevoll im Umgang mit dir selbst zu sein.

Für gewöhnlich heißt es: «Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest.» Aber zunächst wäre es besser zu sagen: «Behandle dich selbst so, wie du von anderen behandelt werden möchtest.»

1. Liebe und nimm dich genau so an, wie du bist.
2. Liebe und nimm «die Anderen» so an, wie sie sind.

Elias

Suche nicht nach dem Glück. Wenn du danach suchst, wirst du es nie finden, weil Suchen das Gegenteil von Glück ist. Glück ist schwer zu finden, aber Freiheit vom Unglück kannst du sofort «erlangen», wenn du «dem, was ist», begegnest – statt Geschichten darüber zu erfinden. Unglück verschleiert deinen natürlichen Zustand von Wohlbefinden und innerem Frieden, die Quellen wahren Glücks.

Eckhart Tolle

Glück liegt in der Abwesenheit des Strebens nach Glück.

Chuang-tse

Glück ist beständig. Es ist immer da. Was kommt und geht ist Unglück.

Papaji

Wahres Glück hat keine Ursache. Und dieses kann nicht wegen mangelnder Sinnesreize abhanden kommen. Es ist nicht das Gegenteil von Kummer. Es schließt allen Kummer und alles Leiden mit ein.

Nisargadatta Maharaj

Wir haben alles versucht, das Leiden loszuwerden. Wir sind überall hingegangen, um das Leiden loszuwerden. Wir haben alles gekauft, um es loszuwerden. Wir haben alles eingenommen, um es loszuwerden. Wenn man genug versucht hat, entsteht schließlich die Möglichkeit der geistigen Reife mit der Bereitschaft, den vergeblichen Versuch zu beenden es loszuwerden und stattdessen das Leiden tatsächlich zu erfahren. In diesem bedeutsamen Augenblick liegt die Erkenntnis dessen, was jenseits des Leidens liegt – dessen, was vom Leiden unberührt ist. Es ist die Erkenntnis dessen, wer du wirklich bist.

Die Bereitschaft, nur für einen Augenblick ganz zu leiden – ohne den Versuch zu entkommen oder sich in Sicherheit zu bringen – bedeutet, dass das Leiden keinerlei Hindernis mehr für die vollständige Hingabe an das Mysterium der Existenz darstellt.

Gangaji

Wenn du den Mond willst,
verstecke dich nicht vor der Nacht.
Wenn du eine Rose willst,
verstecke dich nicht vor den Dornen.
Wenn du die Liebe willst,
verstecke dich nicht vor dir selbst.

Dieses «Menschsein» ist ein Gästehaus.
Jeden Morgen ein neuer Gast.
Freude, Depression, Niedertracht –
auch ein kurzer Moment von Gewahrsein (Bewusstheit)
kommt als ein unerwarteter Besuch.
Begrüße und bewirte sie alle!
Auch wenn es eine Schar von Sorgen ist,
die dein Haus gewaltsam
seiner Möbel entledigt,
empfange trotzdem jeden Gast gebührend.
Vielleicht reinigt er dich ja gerade
für neue Wonnen.
Der finstere Gedanke, die Scham, die Bosheit –
triff sie lachend an der Tür
und bitte sie herein.
Sei dankbar für jeden, der kommt,
denn jeder Einzelne wurde dir zum Geleit
aus einer anderen Welt geschickt.

Die Schmerzen, die du fühlst, sind Botschafter.
Schenke ihnen Gehör.

Die Wunde ist die Stelle, durch die das Licht in dich eintritt.

Rumi

Das Leben hat seine Art und Weise, die Wunde aufzudecken.
Das soll weder verletzend noch lieblos sein,
sondern ist dazu da, damit wir heilen können.
Was könnte liebevoller sein!

Prudence Prajna

So etwas wie eine «negative» Emotion gibt es nicht. Jede Emotion enthält ein großes Licht. Eine Emotion ist nur so lange «negativ,» wie sie stecken bleibt, und sie ist sofort positiv – wenn du sie als Sprungbrett zur Transformation nutzt. Folge der vollständigen Lektion deiner schwierigsten Emotionen, und du wirst immer erkennen, dass sie im Grunde genommen Quellen der Befreiung, des Wachstums und des Glücks sind.

Shai Tubali

Kummer, so habe ich gelernt, ist wirklich nur Liebe. Es ist all die Liebe, die du geben möchtest, aber nicht geben kannst. All diese nicht ausgegebene Liebe sammelt sich in deinen Augenwinkeln, im Kloß deines Halses und im hohlen Teil deinen Brust. Kummer ist nur Liebe ohne einen Ort, wohin sie gehen kann.

Jamie Anderson

Liebe ist das Einzige, was bleibt, wenn alles andere geht. Schon allein deshalb, weil sie nie abwesend war. Bedingte Liebe ist anwesend oder abwesend, doch wahre Liebe ist. In der totalen Entzauberung ist Liebe und diese Liebe weiß gar nichts. Das Wort «Liebe» ist ihr fremd, genau so wie alle anderen Worte auch. Sie ist jenseits einer jeden Vorstellung. Sie ist zeitlos. Und in der Zeitlosigkeit kennt sie weder sich selbst noch andere.
Alles, was die Liebe offenbar möchte – wenn man es mal so ausdrücken mag –, ist sich zu offenbaren. Das ist nur möglich, indem sie ihre Unbedingtheit vergisst. Im Vergessen sucht und sucht sie nach sich selbst, schafft ein Objekt nach dem anderen und begegnet immer nur sich selbst – ohne es zu wissen.
Wie groß ist dann die Freude, wenn der Schleier der Illusion fällt und die Liebe auf sich selbst zurückfällt. Dies ist jedes Mal der Fall, wenn nicht die Person oder die Form gesehen wird, sondern das, was ihr zugrunde liegt. Diese Selbsterkenntnis ist so köstlich, so erfüllend – hier will man nie wieder weg. Einmal daran geschnuppert, gibt es keinen Halt mehr für die Liebe – bis zur völligen Vernichtung dessen, was nicht echt ist. Erst wenn alles zerstört wurde, was nicht Liebe ist, kommt die wahre Liebe zum Vorschein und sie scheint heller als jeder Stern.
Liebe in ihrer absoluten Unbedingtheit ist dermaßen anziehend, dass alle Objekte in ihr wie Motten im Licht verbrennen. Du wirst diese Liebe, ob du es willst oder nicht. Mit Haut und Haaren verbrennt sie dich, bis nichts mehr von dir bleibt. Nur diese Liebe ist echt. Alles andere sind Spiele und Vorstellungen eines Verstandes, der nur sich selber zu kennen glaubt und sonst nichts.
Wenn alle Masken gefallen sind, wird nichts anderes mehr als Liebe gesehen.

ReiMo

Dein Herz von allen Lasten befreien, wäre das nicht wundervoll? Klingt jedenfalls wundervoll, und ist doch nichts anderes als ein weiterer kläglicher Versuch etwas zu heilen, was schon längst heile ist.
Es ist nicht das Herz, was die Wände aufgebaut, was das Herz beschwert hat. Das Herz hat damit gar nichts zu tun.
Der Glaube, da ist etwas, was wir befreien müssten, schafft eine unsichtbare Mauer. Und mit jedem Glauben mehr, glauben wir auch, noch mehr verbarrikadieren zu müssen.
… Jeder Herzbruch löst. Also lasse ich mir gern mein Herz brechen, denn es ist nicht mein Herz was bricht, sondern die Mauern und Lasten.

Sandra Sarah Devi

Das gebrochene Herz ist ein weit verbreiteter Mythos. Das Herz kann nicht brechen. Was brechen kann, ist das «Ego.» Und wenn das «Ego» wirklich zusammenbricht, passiert etwas Wundervolles: Das Herz empfängt sehr viel mehr Liebe als vorher.
Fazit: Man kann an vielem leiden, aber nicht an einem gebrochenen Herzen. Dieser Begriff suggeriert eine Unmöglichkeit.

Anssi Antila

Erinnere dich: dein Herz ist nicht dein Herz. Es ist einfach eine Tür für etwas, das «dich» bei weitem übersteigt.

God Dieux

Nenne es, wie du willst: «Gott,» das «Selbst,» das «Herz» oder den «Sitz des Bewusstseins» – es ist alles ein und dasselbe. Der Punkt, den es hier zu erfassen gilt, ist, dass «das Herz» den innersten Kern deines Wesens ausmacht, die Mitte, ohne die es gar nichts gibt.

Das ganze Universum ist im Körper enthalten, der ganze Körper im Herzen. So ist das Herz der Kern des ganzen Universums. Und wiederum: Die Welt ist nichts anderes als der Geist, der Geist nichts anderes als das Herz. Das Herz umfasst also alles.

Ramana Maharshi

Das Was Du Bist ist (dermaßen) jenseits von dem, was erscheint, so dass du Sein Sich-Selbst-Dahinterkommen nicht an einer sogenannten «Herzöffnung» oder irgendeinem anderen physischen oder psychischen Phänomen festmachen kannst.

Werner Ablass

Tipp: Weitere Texte zu diesem Thema gibt es u.a. in den Blog-Beiträgen hier, hier, hier, hier und hier.

Der natürliche «Zustand»

Die letztendliche Wahrheit (Realität) ist so einfach. Es ist nichts anderes, als im ursprünglichen (natürlichen) Zustand zu sein. Das ist alles, was es zu sagen gibt.

Auch wenn es (das «Ich» oder Ego) zum diesem großen Abenteuer (der Selbst-Realisierung) aufbricht, tut es das nur, um im Lauf der Reise abhanden zu kommen.

Ramana Maharshi

Wenn du realisierst, Wer Du Bist, werden all deine Bemühungen etwas Besseres zu bekommen, damit du etwas Besseres sein kannst, in ihrer Absurdität gesehen. Eine große, tiefe Befreiung folgt. Es ist die auserlesene Befreiung der letztendlichen Hingabe an die Wahrheit Deiner Selbst, die Wahrheit Deines Seins.

Gangaji

Tat Twam Asi! – Du bist DAS.

Om So Ham! – Ich bin DAS.

Om Tat Sat! – DAS IST ES.

Die Upanischaden

Ich bin, was ich gesucht habe.

Elias

Ich bin, der ich bin.

2. Buch Mose

Ich bin das Licht, das über allen Dingen steht. Ich bin alles – aus mir ist alles hervorgegangen und zu mir gelangt. Spaltet das Holz, ich bin da. Hebt einen Stein auf und ihr werdet mich dort finden.

Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Ich und der Vater sind eins.

Jesus Christus

Da ist Einssein und sonst nichts.

Nicht Christ oder Jude oder Muslim,
nicht Hindu, Buddhist, Sufi oder Zen.
Keine Religion oder Kultursystem.
Ich komme nicht aus dem Osten
oder aus dem Westen,
nicht aus dem Meer
oder aus der Erde.
Ich bin nicht natürlich, nicht ätherisch
und nicht aus den Elementen zusammengesetzt.
Ich existiere nicht,
bin kein Wesen in dieser Welt
oder in der nächsten.
Ich stamme nicht von Adam und Eva ab
oder aus irgendeiner Entstehungsgeschichte.
Mein Ort ist ortlos,
eine Spur des Spurlosen.
Weder Körper noch Seele.
Ich gehöre zum Geliebten,
habe die zwei Welten als eine gesehen
und dieser eine Aufruf zu wissen:
das Erste, Letzte, Äußere und Innere
sind nur dieser Luft atmende Mensch.

Mein Schal, mein Mantel und mein Turban:
Einen Groschen bot man mir dafür.
Mein Name, auf der ganzen Welt gerühmt:
niemand, niemand, niemand –
für einen Groschen ist er dein.

Rumi

Es gibt nur Schmerz, aber keinen Besitzer davon.
Es gibt nur Handlungen (Taten), aber keinen, der sie ausführt.
Es gibt Erlösung, aber niemanden, der erlöst wird.
Es gibt den «Weg», aber niemanden, der ihn geht.

Durch das Erreichen unübertrefflicher Erleuchtung habe ich nichts erreicht.

Gate Gate Parasamgate Bodhi Swaha! – Gegangen, gegangen, hinübergegangen, über das Gehen hinausgegangen – erwacht! Welch ein Segen!

Wie wundervoll! Wie wundervoll! Alle Dinge sind perfekt genau so, wie sie sind!

Frei nach dem Buddha

Da alles nur eine Erscheinung ist, vollkommen im Sein, was es ist, nichts mit gut und böse zu tun hat, mit Anerkennung oder Ablehnung, tut man gut daran laut aufzulachen!

Longchenpa

Erleuchtung ist für mich das Abfallen von Vorstellung. Die Zukunft ist ungewiss. Der natürliche Zustand ist Nicht-Wissen. Darin erscheint alles so, wie es ist: perfekt.

Gunnar Gressl

Selbsterkenntnis oder Erleuchtung ist nichts weiter als das tiefstmögliche Erkennen, dass es keinen individuellen Tuer (Handelnden) irgendeiner Handlung gibt, weder dich noch sonst irgendjemand! Es gibt weder einen Denker irgendeines Gedankens, noch einen Erfahrenden irgendeiner Erfahrung. Alles geschieht!

Ramesh Balsekar

Alles geschieht einfach automatisch. Und das ist das ist das Letzte, was der Verstand hören möchte. Das ganze Ding läuft völlig spontan ab.

Wozu nur diese Treue gegenüber deiner zeitgebundenen Identität, wenn du mit Freude in deiner Zeitlosigkeit ruhen kannst?

Bleib einfach ruhig und leer. Lass das Leben spielen.

Mooji

Gib den Versuch auf dich zu definieren und sei einfach.

Cara Delevingne

Wenn du alle Konzepte hinauswirfst, einschließlich deines ersten Konzepts («Ich Bin»), dann ist das, was eben ist. Bleib fest in der Stille verankert.

Sobald du still bist, werden die Dinge anfangen spontan und ganz natürlich zu geschehen, ganz ohne dein Dazwischenfunken.

Ich erwarte von niemandem, einen bestimmten «Weg» zu folgen. Ich weise sie nur darauf hin, das zu sein, was sie sind – in ihrem natürlichen, spontanen Zustand.

Alles wird von selbst geschehen. Du brauchst nichts zu tun. Verhindere es nur nicht.

Es gibt keinen Tuer (Handelnden). Es gibt keinen Schöpfer der Erscheinungswelt und des Universums. Es gibt keinen Genießer. Alles geschieht von selbst.

Die endgültige Antwort ist diese: Nichts ist. Alles ist eine momentane Erscheinung im Bereich des universellen Bewusstseins. Kontinuität als Name und Form ist nur eine gedankliche Ausformung (Einbildung), die leicht ausgeräumt (durchschaut) werden kann.

Alles, was du hören, sehen und worüber du nachdenken kannst: das bin nicht ich.

Mein Zustand ist der, in dem die Schöpfung und Zerstörung des Universums noch nie gefühlt wurde. Diesen Teil habe ich noch nicht erläutert. Durch die Schöpfung und Zerstörung des Universums bleibe ich stets unberührt.

Nisargadatta Maharaj

Das, was dazu bestimmt ist nicht zu geschehen, wird nicht geschehen – versuche soviel, wie du willst. Das, was dazu bestimmt ist zu geschehen, wird geschehen – unternimm, was immer du willst, um es zu verhindern. Das ist gewiss. Deshalb ist es am besten still zu bleiben (zu schweigen).

Bleib still, mit der Überzeugung, dass das Selbst als alles und gleichzeitig als nichts leuchtet – innen, außen und überall.

Verweile stets als das Selbst.

Sei still.

Ramana Maharshi

Vergiss, was vergessen werden kann, und wisse, dass du das, was niemals vergessen werden kann, bist!

Du bist schon DAS – nicht das Körperliche, Emotionale oder Gedankliche. Lass diese Formen beiseite und finde heraus, was bleibt und was es braucht.

Es ist noch nie etwas geschehen.

… Also bleibe beim Unbekannten, beim Unveränderlichen, bei der Wahrheit (der Realität).

Bleib still.

Papaji

Wenn du im Tiefschlaf bist, bist du in deiner wahren Natur. Wenn du dich in tiefer Trauer befindest, bist du in deiner wahren Natur. Wenn du in extremer Gefühllosigkeit bist, oder wenn du von Angst ergriffen bist, bist du in deiner wahren Natur. Wenn du dich in einer hitzigen logischen Auseinandersetzung befindest, bist du in deiner wahren Natur. Wenn du zum Ende aller Aktivitäten kommst (was als «Tod» bezeichnet wird), bist du in deiner wahren Natur. In all diesen Erfahrungen bist du von der Vorstellung eines Körpers und Verstandes befreit. Und wenn du den Verstand transzendierst, bist du immer in deiner wahren Natur.

Atmananda

«Vater, es gibt nicht viel zu sagen.» Sie öffnete ihre anmutigen Hände in einer entkräftenden Geste. «Mein Bewusstsein hat sich nie mit meinem Körper identifiziert. Ich war dieselbe, bevor ich auf diese Erde kam. Als kleines Mädchen war ich dieselbe. Ich wuchs auf zu einer jungen Frau, aber noch immer war ich dieselbe. Als die Familie, in die ich geboren wurde, die Hochzeit dieses Körpers veranlasste, war ich dieselbe… Und Vater, jetzt vor dir stehend bin ich dieselbe. Auch wenn der Tanz der Schöpfung sich im Saal der Ewigkeit um mich herum wandelt, werde ich stets dieselbe sein.»

Anandamayi Ma

Ich weiß nicht mehr, wer ich bin. Ich weiß nicht mehr, was ich bin. Ich wollte viel sein, mein Leben lang. Mal dies, mal das. Jetzt bin ich nichts mehr, und in diesem Nichts stelle ich fest, dass ich alles bin.

Regina Bergelt

Das Erkennen, dass ich alles bin, ist Liebe. Das Erkennen, dass ich nichts bin, ist Weisheit. Und zwischen den beiden bewegt sich mein Leben.

Die Realität ist einfach, offen, klar und freundlich, schön und voller Freude. ES ist völlig frei von Widersprüchen. ES ist immer neu, immer frisch und endlos kreativ. Sein und Nicht-Sein, Leben und Tod – alle Unterschiede werden darin eins.

… Das Leben hört auf eine Aufgabe zu sein und wird natürlich und einfach, eine Ekstase in sich.

Du kannst ES nur in Aktion kennen(lernen). Bringe ES im täglichen Leben zum Ausdruck und SEIN Licht wird immer heller werden.

Nisargadatta Maharaj

Nichts ist. Alles ist. Prost! Genießen Sie das Leben.

Madhukar

Lebe 200% im Leben: 100% innere Erfüllung des «stillen, absoluten Lebensbereichs» und 100% der «Fülle, des Erfolgs und des Glücks im äußeren Feld bzw. Spielplatz des relativen Lebens.»

Wir denken nicht über das Leben nach – wir leben es! Wir denken nicht so viel über uns selbst nach. Wir denken nicht so viel über andere nach… Wir verhalten uns einfach auf natürliche Art und Weise.

Frei nach Maharishi Mahesh Yogi

Vor der Erleuchtung: Holz hacken und Wasser tragen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken und Wasser tragen.

Vor der Suche nach Erleuchtung waren Berge Berge und Flüsse Flüsse.
Auf der Suche nach Erleuchtung waren Berge keine Berge und Flüsse keine Flüsse mehr.
Jetzt, wo die Erleuchtung erkannt wurde, sind Berge wieder Berge und Flüsse wieder Flüsse.

Wenn du dort ankommst,
gibt es dort kein «Dort.»

Es gibt wirklich nichts, was du sein musst,
und es gibt nichts, was du tun musst.
Es gibt wirklich nichts, was du haben musst,
und es gibt nichts, was du wissen musst.
Es gibt wirklich nichts, was du werden musst –
aber es kann nützlich sein zu wissen, dass Feuer brennt,
und wenn es regnet, wird die Erde nass.

Wenn du hungrig bist, iss.
Wenn du müde bist, schlaf.

… Das Leben in Frieden bestreiten.

Frei nach den Zen-Meistern

… In ein normales, freies Leben zurückzukehren.

Margarita Rothhaar

Wenn das Leben fragte tausend Jahre lang: «Warum lebst du?» Wenn es überhaupt antwortete, würde es nur sagen: «Ich lebe, um zu leben!» Das rührt daher, weil das Leben aus seinem eigenen Grunde lebt, aus seinem Eigenen quillt. Darum lebt es ohne Warum: es lebt nur sich selber! Und fragte man einen wahrhaften Menschen, der aus seinem eigenen Grunde wirkt: «Warum wirkst du deine Werke?» Wenn er recht antwortete, würde er auch nur sagen: «Ich wirke, um zu wirken.»

Meister Eckhart

Meine täglichen Tätigkeiten sind nicht ungewöhnlich,
ich bin einfach auf natürliche Weise mit ihnen in Harmonie.
Nach nichts zu greifen, nichts zu verwerfen.
Übernatürliche Kräfte und wundersames Wirken:
Wasser schöpfen und Feuerholz tragen.

Wenn der Geist im Frieden ist,
ist auch die Welt im Frieden.
Nichts wirklich, nichts abwesend.
Weder an der Wirklichkeit festhaltend,
noch in der Leere feststeckend,
bist du weder heilig noch weise –
nur ein gewöhnlicher Typ,
dessen Arbeit fertig ist.

Der Laie Pang

Menschliche Größe gründet sich
immer auf dieses Fundament:
Die Fähigkeit,
aufzutreten, zu sprechen und zu handeln
wie der einfachste Mensch.

Hafis

Um in Harmonie mit dieser Soheit zu kommen,
sieh alles als «Nicht-Zwei.»
In diesem «Nicht-Zwei» ist nichts getrennt
und nichts ist ausgeschlossen.
An allen Orten und zu allen Zeiten
bedeutet Erleuchtung, zu dieser
einen Wahrheit «zu werden.»

Worte! Das Tao liegt jenseits von Sprache.
Gestern ist niemals geschehen.
Morgen wird niemals sein.
Heute gibt es nicht.

Seng-tsan im «Hsin Hsin Ming» (auch: «Shinjinmei» oder «Das Sutra des in reinem Vertrauen gegründeten Geistes;» Chin. Tao bzw. Dao = der «große Weg;» die Realität, das Absolute, DAS)

Viele Worte sind schnell erschöpft. Besser ist es, den Kern zu bewahren.

Frei nach Lao-tse

… Die zuvor stattgefundene, «reine Rede über das Selbst» erscheint danach fast blasphemisch … und ist reine Ignoranz und Unwissenheit.

Alexander Trampitsch

Die letztendliche Wahrheit ist wortlos, die Stille inmitten der Stille.

Pirke Avot

… Was dann bleibt ist soooo ohne Worte.

Gunnar Gressl

Wo finde ich den Menschen, der sich aller Worte entledigt hat? Mit ihm würde ich gern mal ein Wort wechseln.

Chuang-tse

Tod und Sterben

Die Geburt ist kein Anfang,
der Tod ist kein Ende.
Es gibt eine Existenz frei von Begrenzungen.
Es gibt ist eine Kontinuität ohne Anfangspunkt.

Chuang-tse

Im Anfang waren die Wesen unmanifest;
zwischen Geburt und Tod werden sie manifest;
im Tod werden sie wieder unmanifest.

Bhagavad Gita

Aus dem Nichts kommt alles
und kehrt zum Nichts zurück.

Alex

Niemand stirbt. Tod bedeutet: es ist zu Ende. Nimm z.B. einen Wassertropfen: wenn er verdunstet, ist er unendlich geworden. Es gibt keinen Tod für irgendetwas. Alles geht zu Ende, um unendlich zu werden.

Es gibt keine Persönlichkeit, also gibt es auch keine Frage von Geburt, Leben oder Tod. Was bleibt, ist lediglich Bewusstsein ohne Name und Form.

Nisargadatta Maharaj

(Nisargadatta) Maharaj lehnt die Idee von Wiedergeburt oder von Reinkarnation kurzerhand ab. Und die Grundlage für eine solche Ablehnung ist so einfach, dass sie uns demütigt: «Das Wesen, das wieder geboren werden soll, existiert nicht,» außer als Konzept! Wie kann ein Konzept wieder geboren werden?
Maharaj fragt in aller Unschuld den Protagonisten der Wiedergeburt: «Ich möchte wissen, wer bitte wieder geboren werden soll?» Der Körper «stirbt» und wird nach dem Tod schnellstmöglich vernichtet – begraben oder eingeäschert. Mit anderen Worten, der Körper wurde unwiderruflich zerstört. Dieser Körper, der eine objektive Angelegenheit war, kann demzufolge nicht wieder geboren werden. Und wie kann irgendetwas Nicht-Objekthaftes wie die Lebenskraft (der Atem), die beim Tod des Körpers mit der Luft außerhalb eins geworden ist, oder das Bewusstsein, das mit dem unpersönlichen Bewusstsein eins geworden ist, wieder geboren werden?
Vielleicht, sagt Maharaj, wirst du sagen, dass das entsprechende Wesen wieder geboren wird. Aber das wäre absolut lächerlich. Du weißt, dass das «Wesen» nichts als ein Konzept ist, eine Halluzination, die erscheint, wenn das Bewusstsein sich irrtümlicher Weise mit einer bestimmten Form identifiziert.
Wie kam es ursprünglich eigentlich zu der Idee von Wiedergeburt? Sie wurde möglicherweise als eine Art akzeptable, praktische Theorie konzipiert, um die einfacheren Menschen, die nicht intelligent genug waren, um über die Parameter der manifestierten Welt hinaus zu denken, zufrieden zu stellen.

Ramesh Balsekar in «Pointers von Nisargadatta Maharaj»

Zu sterben heißt, sein sterbliches Gewand abzulegen und als das unwissbare Mysterium übrig zu bleiben.

Das Leben ist ein Traum und sterben bedeutet aufzuwachen.

Alle Dinge erscheinen aus dem Nichts, tanzen und spielen für eine Weile und verschwinden wieder im Nichts. «Du» bist dabei keine Ausnahme.

Elias

Im Tod gibt es nur Freiheit. Es ist einfach chicer Freiheit zu sehen, wenn du am Leben bist.

Max Furlaud

Hier. Du bist schon da. Du bist im Nirvana. Du bist wie ein Fisch, der behauptet, er sei durstig. Du bist schon mittendrin. Hier. Hier.

Janwillem van de Wetering (Sanskrit Nirvana = verwehen, verlöschen; das Nichts, die Realität, DAS)

Selig, wer im Anfang steht! Denn er wird das Ende erkennen und wird den Tod nicht schmecken.

Jesus Christus

Nach deinem Tod wirst du das sein, was du vor deiner Geburt warst (DAS, was du immer bist).

Arthur Schopenhauer

Leere dich von allem. Lass den Geist in Frieden ruhen.
Die zehntausend (zahllosen) Dinge tauchen auf und verschwinden wieder,
als das Tao ihre Wiederkehr betrachtet.
Sie wachsen und gedeihen und kehren schließlich zur Quelle zurück.
Die Rückkehr zur Quelle ist Stille – der Weg der Natur.

Frei nach Lao-tse (Chin. Tao bzw. Dao = der «große Weg;» die Realität, das Absolute, DAS)

Deine Natur ist es, still zu bleiben. Du kommst aus der Stille und musst zur Stille zurückkehren.
Du tanzt nur für eine kleine Weile, siehst du? Nur für eine kleine Weile tanzt du.

Papaji

Wir sind alle Besucher zu dieser Zeit, an diesem Ort. Wir ziehen nur vorbei. Unsere Aufgabe hier ist zu beobachten, zu lernen, zu wachsen, zu lieben … Und dann kehren wir nach Hause zurück.

Aborigini-Sprichwort

Die Frage sollte nicht lauten: «Gibt es ein Leben nach dem Tod?», sondern: «Gibt es ein Leben vor dem Tod?»

Kate Miller

Das Leben ist ein Mysterium, das gelebt werden will, kein Rätsel, das gelöst oder verstanden werden muss. Das ist alles, was es dazu zu sagen gibt.

Alle Dinge gehen aus dieser Stille hervor und kehren zu dieser Stille zurück. Auch du wirst schließlich in dieser Stille aufgehen, aus der du ursprünglich hervorgegangen bist.

Wenn du erwacht bist, sehen dieselben Berge, dieselben Sterne, die du vorher gesehen hast, vollkommen anders aus. Du kannst die «Welt» genießen und einfach diese «Welt» verlassen. Das ist das Spiel des Lebens.

Der Erwachte umarmt den Tod (nimmt den Tod an), denn für den Erwachten gibt es keinen Tod.

Der Erwachte ist bereit zu sterben.

Sri Bhagavan

Die meisten Menschen haben keine Angst vorm Tod, sie haben Angst vorm Leben.

Ananda Devi

Angst verhindert den Tod nicht, sie verhindert das Leben.

Naguib Mahfouz

Die Angst vor dem Tod folgt aus der Angst vor dem Leben. Ein Mensch, der voll und ganz lebt, ist darauf vorbereitet, jederzeit zu sterben.

Mark Twain

Lebe! Warte nicht bis morgen, denn es gibt kein Morgen. Wenn du tot bist, hast du keine Zeit mehr.

Elias

Ich habe gelernt, dass jeder Sterbliche den Tod schmecken wird, aber dass nur wenige das Leben kosten werden.

Der Tod ist nur ein Spiegel.
Deine wahre Natur
spiegelt sich darin.
Sieh nur, was der Spiegel offenbart –
zu sterben bedarf es nur eines Blickes!

Rumi

Der Tod ist uns ein Gefallen,
Aber unsere Wage hat ihr Gleichgewicht verloren.
Die Unbeständigkeit des Körpers
sollte uns große Klarheit geben
und das Wunder in unseren Sinnen und Augen vertiefen
Für diese geheimnisvolle Existenz,
die wir miteinander teilen
und in der wir gewiss
nur auf Durchreise sind.
Wenn ich heute Abend in der Taverne wäre,
würde Hafis um Getränke bitten
und während der Meister einschenkt,
würde ich daran erinnert werden,
dass alles, was ich über das Leben
und über mich selbst weiß, ist,
dass wir nur ein Luftsprung von goldenem Wein
zwischen Seinem Krug und Seinem Becher sind.
Wenn ich heute Abend in der Taverne wäre,
würde ich großzügig für jeden in dieser Welt mitbestellen,
denn unsere Ehe mit der grausamen Schönheit
von «Raum und Zeit»
kann nicht lange bestehen bleiben.
Der Tod ist uns ein Gefallen,
zber unser Verstand hat sein Gleichgewicht verloren.
Die wundersame Existenz und Unbeständigkeit von «Form»
bringt die «Erleuchteten» jedes Mal zum Lachen und Singen.

Hafis

Osho sagte über Ramana Maharshi’s Sterbeprozess:

«Als Maharshi Ramana im Sterben lag, brachte ihm sein Doktor am Donnerstag, den 13. April ein Medikament, um die Verschleimung seiner Lunge zu lindern, aber er lehnte es ab. «Es ist nicht nötig, alles wird sich innerhalb der nächsten beiden Tage von alleine richten,» sagte er. Und nach zwei Tagen starb er.

Gegen Sonnenuntergang bat Maharshi die Besucher, ihm zu helfen aufzusitzen. Sie wussten bereits, dass ihm jede Bewegung, jede Berührung wehtat, aber er wies sie an, sich keine Sorgen zu machen. Er litt an Krebs; er hatte Kehlkopfkrebs, sehr schmerzhaft. Sogar Wasser zu trinken war unmöglich, etwas zu essen war unmöglich, seinen Kopf zu bewegen war unmöglich. Sogar ein paar Worte zu sagen war unmöglich.

Er saß mit einem der Besucher zusammen, der seinen Kopf stützte. Ein Doktor wollte ihm Sauerstoff verabreichen, aber mit einer Abwehrbewegung seiner rechten Hand gab er zu verstehen, dass es nicht nötig war.

Plötzlich begann eine Gruppe von Jüngern, die auf der Veranda saß, «Arunachala Shiva» zu singen – ein Bhajan, den Maharshi sehr mochte. Er mochte diesen Ort Arunachala sehr, der Berg, auf dem lebte – dieser Berg wird «Arunachala» genannt. Und der Bhajan war ein Lobgesang, ein Lobgesang für den Berg.

Als er dies hörte, öffneten sich Maharshis Augen und funkelten. Er lächelte kurz mit unbeschreiblicher Sanftmut. Aus seinen Augenwinkel rannten Tränen der Glückseligkeit.

Jemand fragte: «Maharshi, verlässt du uns wirklich?»

Es fiel ihm nicht leicht zu sprechen, und trotzdem brachte er diese wenigen Worte hervor: «Man sagt, dass ich im Sterben liege – aber ich werde nicht weggehen. Wo soll ich schon hingehen? Ich bin immer hier.»

Ein weiterer Atemzug und dann nichts mehr. Es gab keinen Todeskampf, keine Krämpfe, kein anderes Todeszeichen – der nächste Atemzug blieb einfach aus.

Was er sagt, ist von ungeheurer Bedeutung: «Wo soll ich schon hingehen? Ich bin immer hier.»

Man kann nirgends hingehen. Dies ist die einzige Existenz, die es gibt; dies ist der einzige Tanz, den es gibt. Wo soll man schon hingehen? Du warst vor dem Leben schon da.»

Die «Botschaft eines sterbenden Freundes» von Jeff Foster:

Ich will deine Antworten nicht, deinen guten Rat. Ich will deine Theorien über das «Warum» oder das «Wie» nicht. Ich brauche dein Mitleid nicht. Deine Versuche, dass ich mich besser fühle, lassen mich nur schlechter fühlen. Ich bin ein Mensch, genau wie du, und sehne mich nach etwas Echtem.

Sei einfach gegenwärtig mit mir. Hör zu. Gib mir Raum. Halte gelegentlich meine zitternde Hand. Deine Aufmerksamkeit ist so wertvoll für mich. Dein Wesen spricht Bände.

Wenn dir unwohl ist, schäme dich nicht dafür. Es ist in Ordnung, wenn du nicht weißt, was du zu mir sagen sollst. Ich fühle mich manchmal genauso. Wenn du angewidert, wütend, unsicher oder ängstlich bist, ist das in Ordnung, ich liebe dich dafür. Du bist auch ein Mensch.

Lass deine Lehrbücher jetzt ruhen. Versuche nicht «bedingungslose und bestmögliche Rücksicht» zu nehmen. Es fühlt sich so falsch für mich an. Vergiss «Empathie» – ich möchte, dass du noch näher kommst.

Sieh, dass ich du bin, in Verkleidung. Dies sind deine gebrochenen Knochen, deine flachen Atemzüge, deine gekrümmten Glieder. Ich bin dein Spiegel. Du siehst dich selbst.

Versuche nicht mir zu Liebe stark zu sein. Ich bin kein Opfer. Zerbrich, wenn du nicht umhinkannst. Weine, wenn du weinen musst. Trauere um diese zerbrochenen Träume, diese verlorene Zukunft. Lass auch die Vergangenheit los. Begegne mir hier, im Feuer der Gegenwart, in der Fülle deines Seins.

Ich spreche gerade in einer alten Sprache.

Ich möchte, dass du ein Zeuge dessen bist.»

Jetzt kannst du loslassen, mein Liebes… Lass los… Lass diesen armen, alten Körper los. Du brauchst ihn nicht mehr. Lass ihn von dir abfallen. Lass ihn liegen wie einen Haufen abgenutzter Kleidung… Geh weiter, mein Liebes, geh weiter ins Licht, in den Frieden, in den lebendigen Frieden des klaren Lichts.

Aldous Huxley in «Island»

Das Leben: still, weich und kristallklar,
stirbt lachend, wenn es auf seine Quelle trifft.
Der Tod: lächelnd vergießt er eine Freudenträne
und erkennt, dass er das Leben ist – natürlich.

Liz Jones

Sterben ist leicht,
glaub mir, es gleicht
glückhaftem Traum.
Weit wird der Raum –
du schenkst dich in uferlos strömendem Glück
dem Urmeer zurück . . .

Ephides

Tipps:
1. Weitere Sprüche zum Thema «Tod und Sterben» gibt es u.a. hier und auf Englisch u.a. hier.
2. Weitere Sprüche zum «Spiel des Lebens» gibt es in diesem Blog-Beitrag.
3. Weitere Texte und Sprüche von Nisargadatta Maharaj, Ramana Maharshi etc. gibt es in den Videos und Büchern via die Buttons unten.

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